Straße von Messina

Wieso, weshalb man die Brücke über die Meeresenge von Messina nicht schafft zu bauen, mögen inzwischen vielleicht nicht einmal die Geologen, Architekten, Baukonstrukteure, die Mafia selbst oder die Politiker wissen. Seit mehr als 30 Jahren liegen die Pläne für den Bau einer Brücke über die Straße von Messina in den verschiedensten Schubladen der Regierung Italiens.

Was bleibt ist die Faszination dieser Meeresenge, die theoretisch schon heute Messina auf Sizilien mit Reggio di Calabri auf dem italienischen Festland der Region Kalabrien verbindet. Fähren pendeln mehrmals täglich zwischen den beiden Orten und transportieren die Urlauber beider Regionen Italien jeweils auf die andere Seite oder hinaus zu den Liparischen Inseln.

Die Straße von Messina verbindet auf einer Länge von gut 32 km das Tyrrhenische Meer mit dem Ionischen Meer und ist eben an der schmalsten Stelle keine 3,5 km breit. Die Durchschnittsbreite der Straße von Messina beträgt 8 km. Gründe warum, die Brücke über den Stretto nicht gebaut werden liegen unter anderem auch im natürlichen Verhalten der Zugvögel begründet. Immer im April und im Oktober wählen mehr als 30.000 Zugvögel den Weg von oder nach Afrika über die Straße von Messina. Hier in den Hängen kann man dann unzählige Rast-teilweise auch Brutplätze finden.

Doch die Hauptbegründung für das gewagte und inzwischen mehrere Millionen schwere Projekt liegt in der Seismologie begründet. Die architektonische Plattenverschiebung sorgt immer wieder zu katastrophalen Verwüstungen durch Vulkanausbrüche und Überschwemmungen. Seit der Antike wird die Straße von Messina als ausgesprochen schön, aber ebenso gefährlich beschrieben.

In Homers Werk, die Reisen des Odysseus, wird von Wasser strudelnden Göttinnen und heulenden Ungeheuern berichtet. Und bis heute ist es für kleine Boote ein gewagtes Abenteuer die Straße von Messina zu durchqueren.

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