Caserta zwischen Reggia, Wasserbau und Natur
Caserta als Kultur- und Naturziel
Caserta verbindet höfische Geschichte, außergewöhnliche Architektur und grüne Landschaften zu einem vielseitigen Reiseziel. Im Mittelpunkt steht die Reggia di Caserta: Ihr Grundstein wurde am 20. Januar 1752 in Caserta gelegt. Das Bauwerk verfügt über vier Innenhöfe und drei Atrien und gehört zu dem 1997 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommenen Welterbeensemble. Schon diese Kombination macht die Stadt für Sie interessant, wenn Sie Kultur nicht nur in einzelnen Ausstellungsräumen, sondern in großen architektonischen Zusammenhängen erleben möchten.
Ein weiterer Schwerpunkt ist San Leucio. Das Belvedere di San Leucio wurde 1778 für die Seidenproduktion und -verarbeitung umgenutzt; dadurch entstand die Colonia Reale di San Leucio. Die 1789 erlassenen Gesetze von San Leucio regelten die Kolonie. Ihre Organisation wurde von Wissenschaftlern als Beispiel eines Sozialismus avant la lettre betrachtet. 1997 wurde das Belvedere gemeinsam mit der Reggia di Caserta und dem Acquedotto Carolino in die Welterbeliste aufgenommen. Geschichte zeigt sich hier deshalb sowohl in Bauwerken als auch in der Organisation des gesellschaftlichen Lebens.
Mittelalterliches Casertavecchia
Casertavecchia liegt in den Höhen über Caserta und ist ein vollständig erhaltenes mittelalterliches Dorf. Der Duomo di San Michele Arcangelo entstand zwischen 1153 und 1197. Seine Architektur verbindet sizilianisch-romanische Formen mit islamischen und gotischen Einflüssen. Zum Ortsbild gehören außerdem der Glockenturm, Burgruinen und historische Gassen. Casertavecchia ist deshalb ein touristisches Ziel, das einen anderen Blick auf die Geschichte der Gegend eröffnet als die weitläufige königliche Residenz.
Das Zentrum von Casertavecchia ist vollständig für den Fußverkehr erschlossen und verfügt über touristische Dienstleistungen und Informationsstellen. Für Sie bedeutet das eine klare Orientierung vor Ort, wenn Sie den Dom, den Glockenturm, die Ruinen und die Gassen ohne den Charakter eines modernen Verkehrsraums erkunden möchten.
Wasserbau, Gärten und Landschaft
Der Acquedotto Carolino ist ein von Luigi Vanvitelli entworfenes Werk der Wasserbauingenieurkunst. Sein 38 Kilometer langer Verlauf speist die Becken und Brunnen des Parco Reale. Nach der Durchquerung der Provinzen Benevento und Caserta führt der Verlauf auch durch Caserta. Im Park bildet die Via d’Acqua die zentrale Achse und vollendet den sogenannten Teleskopeffekt des Portikus der Reggia di Caserta. Wasser ist damit nicht bloß ein dekoratives Element, sondern prägt die räumliche Wirkung der Anlage.
Auch die Parkarchitektur verdient eine genaue Betrachtung. Der Giardino Inglese der Reggia di Caserta ist eines der ersten Beispiele seiner Art im kontinentalen Europa. Die 1769 errichtete Castelluccia ist ein gegliedertes Ensemble aus Gärten und Bauwerken, das von einem achteckigen Pavillon beherrscht wird. Wer bei einer Reise nach Caserta Architektur und Landschaft gemeinsam lesen möchte, findet hier unterschiedliche Maßstäbe vom einzelnen Pavillon bis zur langen Wasserachse.
Natur, Rundgänge und lokale Prägung
Das Bosco di San Silvestro beherbergt saisonale Zugvögel sowie dauerhaft ansässige Vögel, Säugetiere, Amphibien, Reptilien und Insekten. Die Oasi del Bosco di San Silvestro bietet den interaktiven, etwa zweistündigen Rundgang Percorso Natura. Der Sentiero del miele umfasst eine Verkostung von Honig direkt aus der Wabe. Im Bosco wird außerdem in einem Projekt mit ökologischen Anbaumethoden die traditionelle Produktion von Pallagrello wiederbelebt. Naturbeobachtung, geführtes Erleben und regionale Landwirtschaft stehen hier eng nebeneinander, ohne dass Sie sich auf ein einziges Reisethema festlegen müssen.
Anreise und Wahl des Aufenthaltsorts
Der Bahnhof Caserta liegt direkt gegenüber der Reggia di Caserta; der Zugang erfolgt über die Piazza Carlo di Borbone. Zusätzlich ist Reggia Express ein historischer Zugdienst der Fondazione FS zwischen Neapel und Caserta. Er fährt mit Wagen der Werkstätten Centoporte und Corbellini aus den 1930er- und 1950er-Jahren. Bei der Wahl Ihres Hotels können Sie daher zunächst den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts festlegen: unmittelbare Residenz- und Parkgeschichte, mittelalterliche Architektur in Casertavecchia oder Naturerlebnisse im Bosco di San Silvestro.
Weitere Orte zur Orientierung: Camigliano, San Felice A Cancello, Orta Di Atella, Casapulla, Corigliano, Carinola, Baia Domizia, Castel Volturno, Capodrise, San Tammaro, Piedimonte Matese, San Clemente, Roccamonfina, Ricci, San Castrese, Casagiove, Bellona, San Nicola La Strada, Castello Del Matese, Cellole Ce, Macerata Campania, Casanova, San Prisco, Statigliano, Sant'Angelo d'Alife, Gricignano di Aversa, Calvi Risorta, Marcianise, Aversa, Briano, Pratella, Vitulazio, Maddaloni, Rocca d'Evandro, Pontelatone, Arienzo, Falciano Del Massico, Presenzano, Alvignano, Annunziata, Cesa, San Pietro Infine, Conca Della Campania, Valle Di Maddaloni, Caianello Vecchio, Riardo, Santa Maria Capua Vetere, Pastorano, Pietramelara, Gioia Sannitica, Mondragone, Lauro, Caserta, Torre Lupara, Prata sannita, Teano, Squille, Grottola, Liberi, Filorsi, Mignano Monte Lungo, Capua, Piccilli, Dragoni, Sessa Aurunca, Caiazzo, Villa Literno.
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