Pietramelara: Borgo, Kirchenkunst und Monte Maggiore
Pietramelara verbindet eine abgeschiedene befestigte Anlage, ein mittelalterliches Borgo und Zeugnisse sakraler Kunst mit den Berggebieten des Monte Maggiore. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, an dem sich Architektur, Landschaft, Wandern und lokale Küche anhand konkreter Orte und Themen erkunden lassen.
Festung und mittelalterliches Borgo
In Pietramelara können Sie die Schwerpunkte klar trennen: Das Borgo mit seinem rechteckigen Turm und der Palazzo Ducale mit seinem quadratischen Innenhof sprechen unterschiedliche Seiten der Baugeschichte an. Die Annunziata und das Museo di arte sacra führen zur sakralen Kunst, während Monte Maggiore, seine Berggebiete und die Via Francigena Natur- und Wanderinteressen verbinden.
Die befestigte Anlage von Pietramelara wurde erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 928 erwähnt. Sie liegt abgeschieden und beherrscht die gesamte Ebene. Das mittelalterliche Borgo ist um einen rechteckigen Turm angeordnet; zwei konzentrische Ringstraßen sowie gestufte, radial zwischen ihnen verlaufende Gassen bestimmen die Anlage.
Der Turm von Pietramelara ist 15,40 Meter hoch. Sein quadratischer Grundriss misst an jeder Seite 9 Meter, die Mauern sind 2,20 Meter dick. Die obere Terrasse des Turms wurde Ende der 1970er-Jahre zu einem Aussichtspunkt umgestaltet. Der Turm lässt sich dadurch als Bauwerk mit klarer Geometrie und einer später hinzugekommenen Aussichtsfunktion betrachten.
Palazzo und sakrale Kunst
Der Palazzo Ducale wurde im 15. Jahrhundert errichtet. Die Familie Monforte begann den Bau, auf Veranlassung von Faustina Colonna wurde er fertiggestellt. Der Palazzo hat einen quadratischen Grundriss und ist um einen quadratischen Innenhof angeordnet.
Das Museo di arte sacra ist im ehemaligen Augustinerkloster neben der Kirche Sant'Agostino untergebracht. In der Kirche der Annunziata bewahrt ein Altarbild aus dem 18. Jahrhundert die Darstellung der Verkündigung. Ihre Kuppel enthält Fresken aus dem 16. Jahrhundert, die die Propheten und die Geburt Christi darstellen. Die Kirche der Annunziata wurde zum Nationaldenkmal erklärt.
Monte Maggiore und Wege
Die Wälder des Monte Maggiore bestehen – abgesehen von Buchen- und Steineichenbeständen – überwiegend aus Schwarzhainbuchen. Außerdem kommen Manna-Eschen, Zerreichen, Flaumeichen, Felsen-Ahorne, Kastanien, Feldulmen, Hainbuchen und Linden vor. Der Wald zeigt sich damit als vielfältiger Bestand mehrerer Baumarten.
Die Berggebiete von Monte Maggiore bei Capozzola, Riella und Fosso della Neve verfügen über Picknickausstattung. Für Wanderinteressen ist zudem die 14. Etappe der Via Francigena relevant: Sie führt von Teano nach Statigliano durch das Gebiet von Pietramelara, ist 24,6 Kilometer lang und zu Fuß anspruchsvoll.
Eine Spezialität mit regionalem Bezug in Pietramelara
Auch die Küche verweist auf die Landschaft. Die traditionelle Würzung der carne saucicciara umfasst Fenchelsamen von den Hängen des Montemaggiore. Carne saucicciara ist seit mehr als fünfzig Jahren das wichtigste Gericht der Sagra al Borgo in Pietramelara.
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