Aversa: Kirchen, Klöster und sakrale Kunst
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Foto: Phil Richards via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
Kirchen, Klöster und mittelalterliche Baukunst
Aversa zeigt seine Geschichte besonders deutlich in Kirchen und Klosteranlagen. Im Duomo di San Paolo begann der Bau 1050 und wurde etwa 1090 abgeschlossen. Der Dom besitzt einen das Chorhaupt umschließenden Umgang mit drei halbkreisförmigen Kapellen und gilt als eines von nur sehr wenigen Beispielen dieser Art in Italien. Wer sakrale Räume und mittelalterliche Architektur miteinander vergleichen möchte, erhält hier einen klaren Schwerpunkt für die Erkundung Aversas.
Der Komplex des Monastero di San Francesco delle Monache wurde zwischen 1230 und 1235 gegründet. Seine Kirche wurde ab 1645 im aufwendig dekorierten Barockstil umgestaltet und enthält Gemälde von Jusepe de Ribera, Francesco de Mura, Pietro da Cortona und Paolo De Majo. So begegnen Ihnen an einem Ort mittelalterlicher Ursprung, barocke Gestaltung und Malerei von vier Künstlern.
Das Museo Diocesano befindet sich im mittelalterlichen, normannisch-staufischen Duomo di San Paolo und zeigt Kunstwerke aus der Kathedrale. Seine Sammlung umfasst architektonische und skulpturale Fundstücke, liturgische Ausstattungsstücke und Reliquiare aus dem Duomo di San Paolo. Architektur, religiöse Ausstattung und Malerei treten hier in einem eng verbundenen Zusammenhang auf.
Die Chiesa di Santa Maria a Piazza stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist die älteste Kirche von Aversa. Ihre ursprüngliche romanische Anlage wurde nach einem schweren Erdbeben ab der Mitte des 14. Jahrhunderts vollständig nach den Grundsätzen der gotischen Architektur umgestaltet. Für kulturinteressierte Besucher ist sie deshalb ein besonders anschauliches Beispiel für den Wandel eines Sakralbaus.
Das Seminario Vescovile di Aversa wurde 1566 infolge der Vorgaben des Konzils von Trient gegründet; sein heutiges Erscheinungsbild geht auf einen Wiederaufbau im Jahr 1725 zurück. Die Chiesa di San Domenico wurde 1278 von Carlo I d’Angiò gegründet. Das Monastero di San Biagio besitzt im Kirchenschiff und im Presbyterium einen Majolikaboden aus dem frühen 18. Jahrhundert, gefertigt von der neapolitanischen Werkstatt der Giustiniani. Unterschiedliche Gründungszeiten, Umbauten und Ausstattungsdetails prägen damit mehrere sakrale Orte der Stadt.
Das Castello Aragonese wurde 1470 von Alfonso I. in Auftrag gegeben. Nach dem Eintreffen der Normannen entwickelte sich das kleine Benediktinerkloster Monastero di San Lorenzo zu einer der bedeutendsten Abteien Süditaliens. Beide Bauwerke ergänzen den kirchlichen Schwerpunkt um weitere historische Zeugnisse.
Verkehrsverbindung und lokale Süßspeise
Die EAV-Metrolinie „Linea Arcobaleno“ erreichte Aversa 2009 und verbindet die Provinzen Neapel und Caserta. Eine lokale Süßspeise ist die polacca aversana, ein Hefeteiggebäck mit Zitronencreme und Sauerkirschen. So verbindet Aversa historische Baukunst, sakrale Kunst und eine klar erkennbare lokale Spezialität zu einem vielseitigen Reiseinteresse.
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