Riardo: Castello, Quellen und Via Francigena del Sud
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Foto: Valen3399 via Wikimedia Commons, CC-BY-SA-4.0
Riardo verbindet das Castello di Riardo mit einer weitläufigen Quellenlandschaft und der Via Francigena del Sud. Für Sie entsteht daraus ein Reiseziel, in dem historische Baukultur, Wasser und religiöse Wegtraditionen unterschiedliche Interessen ansprechen. Kirchen, Naturgebiet und Aussichtspunkt setzen jeweils eigene Schwerpunkte.
Castello di Riardo und der Blick über die Ebene
Das Castello di Riardo gilt als wichtigste Sehenswürdigkeit des Ortes und als außergewöhnlicher Aussichtspunkt. Die Ursprünge des Castello di Riardo werden den Langobarden und wahrscheinlich der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts zugeschrieben. Wer sich für die frühe Geschichte Riardos interessiert, findet hier einen besonders markanten Bezug zur Vergangenheit des Ortes.
Zum Charakter des Castello gehört das große Rundbogenfenster. Es ermöglicht den Blick über die Ebene des Savone bis zum Meer. Die Verbindung aus historischer Architektur und weiter Landschaft macht diesen Aspekt des Castello für kultur- und landschaftsinteressierte Reisende gleichermaßen interessant.
Quellen und Natur im Parco Sorgenti Ferrarelle
Der Parco Sorgenti Ferrarelle di Riardo ist ein etwa 150 Hektar großes Naturgebiet in einer nahezu unberührten Landschafts- und Naturumgebung. Unter dem Park liegen Grundwasservorkommen mit sieben Quellen. Aus diesen Quellen stammt das Wasser für die Produktion von Ferrarelle.
Die Bedeutung des Wassers reicht in Riardo weit zurück: Bereits in römischer Zeit war der Ort für seine natürlich sprudelnden Wasser bekannt. Vitruv und Plinius der Ältere erwähnten und schätzten sie. Im Parco Sorgenti Ferrarelle di Riardo befinden sich außerdem die Überreste der Taverna Saliscendi, sodass die Natur des Parks auch mit einem historischen Zeugnis verbunden ist.
Auf dem landwirtschaftlichen Gelände der Masseria Mozzi befindet sich eine antike Masseria. Sie gilt als Beispiel für ein ländliches Wohngebäude im Hinterland der Provinz Caserta. Damit bietet Riardo neben dem Castello und den Quellen auch einen Einblick in die ländliche Bau- und Kulturgeschichte der Region.
Kirchen zwischen Baukunst und religiöser Geschichte
Das Portal der Chiesa di San Leonardo ist im gotisch-katalanischen Stil gestaltet und wird umgangssprachlich als „plateresk“ bezeichnet. Die Chiesa di Santa Maria a Silice bewahrt eine wertvolle Statue der Madonna della Stella aus der neapolitanischen Schule. Diese Statue gelangte um 1750 in den Ort.
Für Ihre Orientierung vor Ort ist außerdem relevant, dass die Chiesa di San Leonardo keine architektonischen Barrieren aufweist. Auch die Chiesa di Santa Maria a Silice weist keine architektonischen Barrieren auf.
Via Francigena del Sud und Anreise
Riardo gilt als wichtiger Etappenort an der Via Francigena del Sud.
Für die Anreise mit dem Auto sind Caianello und Capua die nächstgelegenen Anschlussstellen der A1 zum Ortszentrum von Riardo. Beide liegen an der Autostrada del Sole zwischen Mailand und Neapel. Die Anreise nach Riardo mit der Bahn führt über die Bahnhöfe Vairano-Caianello, Sparanise und Riardo-Pietramelara.
Bei der Wahl eines Hotels oder einer anderen Unterkunft können Sie Riardo nach dem gewünschten Reisethema einordnen. Das Castello und die Kirchen stehen für Geschichte und Baukunst, der Parco Sorgenti Ferrarelle für Quellen und Natur, während die Via Francigena del Sud einen pilgergeschichtlichen Akzent setzt. So lässt sich Ihre Reiseplanung an den Themen ausrichten, die Sie in Riardo näher kennenlernen möchten.
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