Reggio Emilia: Museen, Wege und regionale Küche
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Foto: Giorgio Galeotti via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
Reggio Emilia verbindet ein dichtes kulturelles Erbe mit Wegen durch Grünanlagen und einer regional geprägten Küche. Im historischen Zentrum führt der Rundgang „Di piazza in piazza“ durch Kirchen, Museen und weitere Sehenswürdigkeiten. Damit lässt sich die Stadt über unterschiedliche Themen erschließen: Geschichte und Architektur stehen ebenso im Mittelpunkt wie Fotografie, zeitgenössische Kunst und kulinarische Traditionen.
Grünanlagen und Wege rund um Reggio Emilia
Der südlich von Reggio gelegene Teil des Parco del Crostolo erstreckt sich über 5,7 Millionen Quadratmeter. Einen direkten thematischen Bezug zwischen Stadt und Landschaft stellt die Passeggiata Estense her: Sie verbindet das Stadtzentrum von Reggio Emilia mit dem Parco del Crostolo und führt durch Grünanlagen weiter bis zur Reggia di Rivalta und zur Villa d’Este.
Die Passeggiata del Crostolo umfasst etwa 16 Kilometer eines kombinierten Rad- und Fußwegs, der mit dem Fahrrad oder zu Fuß genutzt werden kann. Für Wanderinteressen gibt es außerdem den CAI-Weg 646V. Diese Wanderverbindung verbindet den Parco del Crostolo mit dem Viertel Rosta Nuova/Pappagnocca und dem Parco delle Acque Chiare.
Der Zugang zur Via Matildica del Volto Santo aus dem Stadtzentrum erfolgt über die Ponte di San Pellegrino, die über Porta Castello und die Viale Umberto I erreicht wird.
Museen, Geschichte und Architektur
Der Palazzo dei Musei präsentiert die Geschichte des Reggio-Gebiets von der Vorgeschichte über die etruskische Präsenz und die römische Eroberung bis zum frühen Mittelalter. Seine Sammlungen umfassen Kunst, Archäologie und Naturwissenschaften. Zum Palazzo gehört zudem ein ständiger Bereich mit wechselnden Ausstellungen, der dem Werk von Luigi Ghirri gewidmet ist.
Das Teatro Municipale Romolo Valli besitzt eine neoklassizistische Fassade mit einem dorischen Portikus aus zwölf Säulen. Die Galleria Parmeggiani befindet sich in einem Gebäude, das zwischen 1925 und 1928 nach einem Entwurf des Ingenieurs Ascanio Ferrari im gotisch-renaissancezeitlichen Stil errichtet wurde. Die Galerie wurde 1925 aus drei Sammlungen des 19. Jahrhunderts gebildet, darunter Gemälde, Möbel, Textilien, Waffen, Schmuck und weitere Gemälde.
Das Museo del Tricolore verbindet im Erdgeschoss die italienische Trikolore mit zeitgenössischer Kunst, Kreativität und pädagogischen Workshops. Die erste Etage erzählt die politischen Ereignisse von Reggio Emilia von 1796 bis zum Beginn der Restauration. Im Museo del Tricolore wird erzählt, dass Delegierte aus Reggio, Bologna, Modena und Ferrara am 7. Januar 1797 die Entstehung der Cispadanischen Republik und der grün-weiß-roten Fahne proklamierten.
Kirchen und besondere Besichtigungen
Die Basilica della Beata Vergine della Ghiara gilt als Meisterwerk der Kunst der Gegenreformation. Der Eintritt ist kostenlos. Eine kostenlose App und QR-Codes an den Innenpfeilern ermöglichen es, historische Informationen und künstlerische Details zu erkunden sowie die Gemälde unter einer besonderen Beleuchtung zu betrachten.
Auch die Chiostri di San Pietro bieten eine eigenständige Besichtigungsperspektive. Geführte Besichtigungen dauern etwa 45 Minuten und umfassen den Außengarten, historische Räume, den monumentalen Chiostro Grande, die Sette Sale sowie die immersive Virtual-Reality-Erfahrung „È pericoloso non sporgersi“.
Regionale Küche und Fotografie
Der Erbazzone Reggiano ist eine herzhafte Torte und ein Symbol der kulinarischen Tradition von Reggio. Im Gebiet von Reggio können Besucher traditionelle Balsamico-Essigkellereien besichtigen. In der Provinz Reggio Emilia können Sie bei geführten Besichtigungen von Käsereien die Entstehung des Parmigiano Reggiano aus nächster Nähe kennenlernen.
Ein weiterer kultureller Akzent liegt auf der Fotografie: Fotografia Europea ist eine Fotografieveranstaltung in Reggio Emilia, die im Mai stattfindet. Zusammen mit dem Luigi-Ghirri-Bereich im Palazzo dei Musei erweitert sie den Blick auf Reggio Emilia um eine zeitgenössische künstlerische Perspektive.
Orientierung für Ihre Reiseplanung
Für die Anreise bildet die Stazione AV Mediopadana einen markanten Bezugspunkt der Region. Sie ist der einzige Hochgeschwindigkeitsbahnhof zwischen Mailand und Bologna und wurde von Santiago Calatrava entworfen.
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