Canossa entdecken: Burgen, Natur und Wege
Unterkünfte in Canossa
Canossa verbindet Geschichte, Geologie und abwechslungsreiche Wege. Am Castello di Canossa ereignete sich 1077 im Investiturstreit die historische Begegnung, bei der sich Kaiser Heinrich IV. vor Papst Gregor VII. demütigte, damit seine Exkommunikation aufgehoben wurde. Dieser Schauplatz gibt einer Reise nach Canossa einen klaren kulturgeschichtlichen Schwerpunkt, während die geschützte Landschaft weitere Zugänge zur Umgebung eröffnet.
File:Torrente Enza - Canossa, Reggio Emilia, Italy - March 27, 2015 02.jpg
Foto: Giorgio Galeotti via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Burgen und Kulturgeschichte
Das Castello di Rossena erhebt sich auf einer steilen Ophiolith-Felswand. Einige freskierte Wände sind dort erhalten und ergänzen den mittelalterlichen Charakter des Bauwerks. Ebenfalls eng mit der Kulturgeschichte von Canossa verbunden ist die Torre di Rossenella. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert und liegt innerhalb der Riserva Naturale Rupe di Campotrera. Einen weiteren Akzent setzt die Casa del Tibet di Votigno: Das internationale Kulturzentrum wurde im März 1990 unter der Schirmherrschaft des Dalai Lama in einem mittelalterlichen Dorf in Canossa gegründet.
Geologie in der Riserva Naturale Rupe di Campotrera
Die Riserva Naturale Rupe di Campotrera umfasst 42 Hektar in Canossa. Sie ist in das SIC-Gebiet „Rupe di Campotrera-Rossena“ sowie in die geschützte Naturlandschaft Colline Reggiane-Terre di Matilde einbezogen. In der Rupe di Campotrera kommen seltene Datolith-Kristallbildungen und Kissenlaven vor. Diese Kissenlaven entstanden durch die rasche Abkühlung von Lava im Meerwasser. Die Riserva ist damit von besonderem geologischen und botanischen Interesse.
Wege für kurze und längere Touren
Für eine überschaubare Wanderung bietet sich der Sentiero geologico del Rio della Fornace als Orientierung an. Der Weg ist leicht begehbar und ausgeschildert; unterwegs lassen sich geologische und ökologische Besonderheiten des Schutzgebiets entdecken. Die Torre di Rossenella ist vom unteren Parkplatz aus in etwa fünf Minuten zu Fuß erreichbar, sodass sich der historische Turm auch als konkreter Punkt für eine kürzere Erkundung einordnen lässt.
Wer längere Wegverläufe in die Reiseplanung einbeziehen möchte, findet mit dem Sentiero dei Ducati eine deutlich größere Dimension. Der Weg ist 201 km lang und führt von Reggio Emilia bis zum Ligurischen Meer. Seine zweite Etappe führt durch das Herz der Reggio-Hügel und der matildischen Burgen. Dazu gehören das Castello di Bianello und das Castello di Canossa; außerdem verläuft die Etappe durch stille Täler und mittelalterliche Dörfer und endet in Votigno di Canossa. So können Sie zwischen einem geologischen Weg im Schutzgebiet und einem ausgedehnten Streckenabschnitt durch Hügellandschaften wählen.
Regionaler Geschmack aus Reggio Emilia
Zur kulturellen Vielfalt gehört auch die Acetaia comunale Rupe di Canossa. Sie bietet geführte historische und sensorische Besichtigungen zum traditionellen Balsamico-Essig aus Reggio Emilia g. U. an. Für die Wahl Ihrer Unterkunft lässt sich der persönliche Schwerpunkt daher klar fassen: Im Vordergrund können Burgen und Geschichte, geologische Besonderheiten, ein kurzer Fußweg oder ein längerer Wegabschnitt stehen.
Weitere Reiseziele
Für die weitere Reiseplanung: Cadelbosco Di Sopra, Ramiseto, San Donnino Di Liguria, Campegine, Vecchia, Cerredolo, San Giovanni, Villa Minozzo
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Reggio Emilia.