Massa Martana zwischen Via Flaminia und Monti Martani
Unterkünfte in Massa Martana
Zwischen Burgmauern und Monti Martani
Massa Martana liegt auf einem Felsvorsprung am Fuß der Monti Martani. Das historische Zentrum befindet sich innerhalb der Burgmauern; sein gut erhaltenes Eingangstor ist mit behauenen Steinen und dem Stadtwappen geschmückt. Auf dem Hauptplatz steht San Felice, dessen Umfeld die Merkmale eines befestigten Zentrums bewahrt. Das heutige Kirchengebäude stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert, der Glockenturm wurde 1637 errichtet.
Römische Spuren an der Via Flaminia
Die römische Geschichte zeigt sich in mehreren konkreten Schauplätzen. Die Katakombe von Villa San Faustino liegt in der Ortschaft Grotta Traiana, im Ortsteil Villa San Faustino der Gemeinde Massa Martana, nahe dem antiken Verlauf der Via Flaminia und der Ponte Fonnaia. Die Ponte Fonnaia ist eine römische Straßenbrücke mit einem Bogen; sie wurde 220 v. Chr. aus behauenen Travertinblöcken errichtet und führte die Via Flaminia über einen kleinen Nebenfluss der Naia.
Kirchen, Siedlungen und mittelalterliche Zeugnisse
Santa Maria in Pantano wurde zwischen dem 7. und 8. Jahrhundert über einem bestehenden römischen Bau errichtet und gilt als eine der ältesten und interessantesten Kirchen Umbriens. In ihrer Nähe liegt Vicus Martis Tudertium, eine antike römische Siedlung, in der Ausgrabungen Bauwerke und Funde aus republikanischer und kaiserzeitlicher Epoche freilegten. Entlang der antiken Via Flaminia liegt in der näheren Umgebung Santa Maria della Pace; ihr Bau begann 1521 zum Schutz eines Freskos der Madonna del Latte aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Die Abtei San Faustino wurde auf einer römischen Siedlung nahe Villa San Faustino innerhalb der Gemeinde Massa Martana errichtet. Die steinerne Burg von Villa San Faustino reicht ins 10. und 11. Jahrhundert zurück und ist mit den Ländereien der Arnolfi verbunden; im nahegelegenen Kloster lebte eine Benediktinergemeinschaft, die den Komplex bis zum Ende des 14. Jahrhunderts betreute.
Museen mit unterschiedlichen Zugängen
Das Stadtmuseum „Spazio Martano: Storia e Territorio“ besteht aus drei Bereichen, die auf zwei verschiedene Besuchsorte verteilt sind. Ein Smartphone-Audioguide für Massa Martana steht auf Italienisch, Englisch, Spanisch, Französisch und Deutsch zur Verfügung. Das Antiquarium umfasst einen interaktiven multimedialen Bereich mit Karten, hintergrundbeleuchteten Informationstafeln und Touchscreens zur digitalen Erkundung archäologischer Stätten. Das Museo Italiano Presepi d'Arte zeigt mehr als vierzig Werke.
Naturwege und eine konkrete Wanderetappe
Die Überreste des Castelliere di Monte Cerchio bilden kreisförmige, trocken gesetzte Ringe aus Kalksteinen. Sie sind etwa 2,8 bis 3 Meter dick und höchstens einen Meter hoch. Von Le Troscignole del Pozzachiolo aus ist das Castelliere über einen 1,6 Kilometer langen, leicht ansteigenden Weg erreichbar. Die Wege des Martani Trekking sind ausgestattete Naturwege, die sich im Gebiet der Monti Martani erstrecken.
Praktische Orientierung
Busitalia bietet direkte Busverbindungen von Perugia nach Massa Martana an. Das Tourismusbüro organisiert geführte Besichtigungen und Trekkingausflüge nach Voranmeldung. Für die Katakombe von Villa San Faustino und die Ponte Fonnaia ist eine Voranmeldung von mindestens zwei Tagen vorgesehen; die Besichtigungen werden auf Italienisch und in weiteren Sprachen angeboten.
Bei der Wahl Ihres Hotels kann Massa Martana für Sie interessant sein, wenn Sie römische und mittelalterliche Kulturorte mit Naturwegen der Monti Martani verbinden möchten.
Weitere Orte entdecken
Weitere Orte für Ihre Italienplanung: Compignano, Bastia Umbra, Preggio, Casalalta, Pale, Papiano, Pompagnano und Monteluco.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Perugia.