Bastia Umbra: Mittelalterliche Mauern, Kirchen und Porchetta-Tradition
Unterkünfte in Bastia Umbra
Bastia Umbra zeigt seinen historischen Charakter besonders klar im Zentrum: Es liegt innerhalb mittelalterlicher Mauern, die von Verteidigungsanlagen und Gassen mit Häusern und Bewohnern wie in früherer Zeit geprägt sind. Die Rocca Baglionesca, mehrere Kirchen und die Porchetta-Tradition von Costano geben dem Ort unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Reise mit Interesse an Architektur, Geschichte und lokaler Esskultur.
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Foto: Daniele Costantini via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Festungsarchitektur und sakrale Kunst
Die Rocca Baglionesca gehört zu den bedeutenden historischen und architektonischen Bauwerken Bastia Umbras. Ihre befestigte Anlage besitzt vorspringende polygonale Bastionen und Ecktürme. Zur Rocca gehört die im 18. Jahrhundert errichtete einschiffige Kirche Sant’Anna. In ihr sind zwei Gemälde aus demselben Jahrhundert erhalten: eine Darstellung der Madonna mit dem Kind zwischen den Heiligen Anna, Franziskus und Klara von Francesco Provvidoni sowie ein dem Maler Francesco Appiani zugeschriebenes Bild des heiligen Benedikt.
Von den mittelalterlichen Mauern sind rund um die Aggiunta Abschnitte aus Flusskieseln sowie die fünf früheren Zugangstore Portella, auch Porta Perugina, San Rocco, Porta Bettona, Sant’Angelo und Molini noch erkennbar. So begegnen Ihnen im Ortsbild erhaltene Elemente der Befestigung neben den bewohnten Gassen des historischen Zentrums.
Kirchen mit unterschiedlichen Zeitschichten
Die Chiesa collegiata di Santa Croce wurde 1295 zusammen mit einem Kloster vom Orden der Minderbrüder errichtet. Die Chiesa di San Michele Arcangelo befindet sich im Ortszentrum an der Piazza Mazzini und wurde 1962 geweiht. Die Chiesa di San Paolo delle Abbadesse wurde zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert errichtet und war mit einem Benediktinerinnenkloster verbunden, das der Jurisdiktion des Bischofs von Assisi unterstand. Sie liegt nahe dem Zusammenfluss des Bachs Tescio mit dem Fluss Chiascio.
Mit San Paolo delle Abbadesse ist außerdem ein Ereignis aus dem Jahr 1212 verbunden: Die Kirche nahm auf Bitte des heiligen Franz von Assisi die heilige Klara von Assisi mehrere Wochen lang auf, um sie vor ihren Angehörigen zu schützen. In der Römerzeit war Bastia Umbra als Insula Romana bekannt.
Porchetta und bäuerliche Tradition
Im Gemeindegebiet von Bastia Umbra würdigt die Sagra di Costano die jahrhundertealte Tradition der Porchetta; ihre erste Ausgabe fand in den 1960er-Jahren statt. Zur Sagra gehören kulinarische Stände sowie die Fotoausstellung „Un paese un mestiere: Costano e i porchettai“. Sie zeigt Fotos und Gegenstände der bäuerlichen Tradition sowie des traditionellen Handwerks der Porchetta-Hersteller.
Bahnverbindungen und regionale Radstrecke
Bastia Umbra liegt an Bahnverbindungen von Florenz und Rom über Terontola beziehungsweise Foligno und Perugia. Im weiteren regionalen Umfeld verbindet eine 12,8 Kilometer lange, leichte Radstrecke die Ciclovia del Tevere mit der Ciclovia Assisi-Spoleto. Sie verläuft von Collestrada nach Assisi, weist 80 Höhenmeter bergauf und 30 Höhenmeter bergab auf und umfasst 10 Kilometer Asphalt sowie 2,8 Kilometer Schotter. Für diese Strecke sind Hybridräder und Mountainbikes die passenden Fahrradtypen.
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