Lucca entdecken: Stadtmauern, Türme und Musikgeschichte

File:02 Lucca seen from Torre Guinigi.jpg File:02 Lucca seen from Torre Guinigi.jpg Foto: Myrabella via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Lucca verbindet vollständig erhaltene Stadtmauern, mittelalterliche Türme, Musikgeschichte und grüne Wege zu einer Destination mit vielen unterschiedlichen Zugängen. Sie können die Stadt zu Fuß, mit dem Fahrrad, über Museen oder anhand einzelner Bauwerke kennenlernen. Auch für die Reiseplanung ist die Mischung aus historischen Schauplätzen, Natur und regionaler Küche besonders anschaulich.

Stadtmauern und Wege zwischen Stadt und Natur

Die Mura di Lucca sind bis heute vollständig erhalten und erstrecken sich über mehr als vier Kilometer als städtischer Park. Sie können kostenlos zu Fuß begangen oder mit dem Fahrrad befahren werden. Damit bildet die Befestigungsanlage einen konkreten Rahmen für eine Erkundung, bei der sich Luccas Stadtbild und die offenen Wegabschnitte der Mauern unmittelbar verbinden.

Für Bewegung außerhalb der Mauern steht der Parco fluviale del Serchio. Sein 11 Kilometer langer Rundweg führt für Fußgänger und Radfahrer von der Umgebung der Ponte San Quirico bis zur Ponte San Pietro und zurück. Die Ciclopedonale Puccini führt dagegen durch die von Mauern umgebene Stadt Lucca und schließt das Puccini Museum als Station der Route ein.

Türme, Plätze und historische Perspektiven

Der Torre Guinigi ist ein 45 Meter hoher Turm mit einem Dachgarten, in dem Steineichen wachsen. Zusammen mit dem nahe gelegenen Torre delle Ore ist er einer von zwei erhaltenen Türmen unter den etwa 130 mittelalterlichen Türmen Luccas. Die Terrasse des Torre Guinigi ist über 25 Treppenläufe mit 230 Stufen erreichbar. Bei klarer Sicht reicht der Blick über die Stadt, die grünen Hügel und Berge sowie im Nordwesten zu den Apuanischen Alpen, im Nordosten zum Apennin und im Süden zum Monte Pisano.

Auch die Türme der Kirchen eröffnen eigene Blickwinkel. Der Glockenturm der Cattedrale di San Martino wurde nach Restaurierungsarbeiten im August 2016 für die Öffentlichkeit geöffnet. Er ist etwa 60 Meter hoch, der Aufstieg umfasst 217 Stufen, und von der Glockenstube bietet sich ein 360-Grad-Panorama über Lucca und die Ebene von Lucca. Im Juni 2023 wurde außerdem der Aufstieg zum Glockenturm der Basilica di San Frediano ermöglicht. Der 55,20 Meter hohe Turm bietet durch seine 31 Öffnungen einen besonderen Blick auf die Altstadt und die Ebene von Lucca.

Die Cattedrale di San Martino besitzt eine asymmetrische Fassade und wurde 1070 von Papst Alessandro geweiht. In ihrem Inneren befindet sich der Renaissance-Sarkophag der Ilaria del Carretto. Die Piazza Anfiteatro entstand über einem römischen Amphitheater aus dem 1. oder 2. Jahrhundert n. Chr., das elliptisch angelegt war. Die heutige Piazza wurde ab 1830 vom Architekten Nottolini geschaffen.

Gärten, Musik und Via Francigena

Der Orto Botanico di Lucca erstreckt sich auf zwei Hektar an der Südostseite der historischen Altstadt. Er wurde 1820 als wissenschaftlicher Garten eingerichtet, bewahrt vom Aussterben bedrohte Arten und Sorten und unterstützt botanische Forschung und Bildung. Für Sie ergibt sich hier ein anderer Zugang zu Lucca: Nicht die Architektur, sondern Pflanzen, wissenschaftliche Arbeit und der geschützte Gartenraum stehen im Mittelpunkt.

Das Puccini Museum – Casa Natale liegt im Herzen von Lucca zwischen der Piazza Cittadella und der Corte San Lorenzo. In der dortigen Wohnung wurde Giacomo Puccini am 22. Dezember 1858 geboren; er verbrachte dort seine Kindheit und frühe Jugend. Das Puccini Museum zeigt originale Einrichtungsgegenstände, eigenhändige Partituren und den Steinway-&-Sons-Flügel, auf dem Puccini sein unvollendetes letztes Meisterwerk Turandot komponierte.

Das Museum des Via-Francigena-Entry-Points befindet sich in der ehemaligen Casa del Boia und bietet einen interaktiven multimedialen Rundgang. Im Kasernenbereich des Baluardo San Salvatore umfasst der Via-Francigena-Entry-Point außerdem einen Hospitality-Bereich mit Cafeteria, Erfrischungs- und Ruhebereich zum Ausruhen und Erfrischen vor dem Weitergehen. Die Luminara di Santa Croce ist eine tief in der Geschichte Luccas verwurzelte Tradition.

Ein lokaler Geschmack

Im Lucca-Gebiet heißen gefüllte Teigtaschen mit Fleisch und Fleischragù Tordelli. Charakteristisch ist ihre klassische geriffelte Halbmondform. Der lokale Begriff bezeichnet damit nicht nur eine Speise, sondern auch eine konkrete kulinarische Besonderheit, auf die Sie bei der Beschäftigung mit der Küche Luccas achten können.

Anreise und weitere Orte

Der Bahnhof Lucca liegt an der Piazza Ricasoli direkt außerhalb der Stadtmauern und ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.

Orte für Ihre weitere Planung

Torre, Altopascio, Capannori, Massarosa, Villa Collemandina, Antisciana, Bagni Di Lucca, Trassilico, Vagli Sotto, Montecarlo, Barga, Borgo A Mozzano, Castelnuovo Di Garfagnana, Coreglia Antelminelli, Fabbriche Di Vallico, Giuncugnano, Lucca, Motrone, Piaggiori, Partigliano, Ghivizzano, Marlia, Verciano, Pugliano, Villa Basilica, Cardoso, Renaio, Gramolazzo, Sant'Anna di Stazzema.

Porcari, Segromigno, Camaiore, Forte Dei Marmi, Pescaglia, Pietrasanta, Seravezza, Stazzema, Camporgiano, Piazza Al Serchio, Viareggio, Gallicano, Vergemoli, Careggine, San Romano In Garfagnana, Molazzana, Fosciandora, Castiglione di Garfagnana, Vallico di Sotto, Casatico, Cerageto, Campolemisi, Gorfigliano, Minucciano, Pieve Fosciana, Capezzano, Corsanico, Sillano.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Toskana.

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