Gorfigliano: Marmor, Kirchen und Wege am Monte Pisanino
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Foto: Simobati1978 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Gorfigliano liegt am Fuß des Monte Pisanino und erstreckt sich entlang des Tals Acqua Bianca auf 690 Metern über dem Meeresspiegel. Die ursprüngliche Siedlung von Gorfigliano entstand rund um eine Burg lombardischen Ursprungs auf dem Hügel Casa, der bis heute diesen Namen trägt.
Marmor als historischer Bezug
Seit 1900 ist die Geschichte von Gorfigliano eng mit dem Marmorabbau im Marmorbecken von Acqua Bianca verbunden. Der Name Acqua Bianca steht sowohl für das Tal als auch für das Marmorbecken. In Gorfigliano lässt sich der Marmorabbau als eigenes historisches Thema neben der Siedlungsgeschichte und den Kirchen betrachten.
Der alte Siedlungsbereich
Die antike Siedlung von Gorfigliano wurde nach dem Erdbeben von 1920 endgültig aufgegeben. Im alten Siedlungsgebiet von Gorfigliano befinden sich der alte Friedhof und die Chiesa Vecchia. Der alte Friedhof und die Chiesa Vecchia gehören zum selben aufgegebenen Siedlungsgebiet.
Kirchen und sakrale Kunst
Die Chiesa Vecchia wurde in den 1980er-Jahren durch die Arbeit einer Gruppe örtlicher Freiwilliger restauriert und erweitert. Die Chiesa dei Santi Giusto e Clemente wurde zwischen 1933 und 1935 erbaut. In ihr werden steinerne Altäre und weitere Ausstattungsstücke aufbewahrt, die zuvor zur Chiesa Vecchia gehörten. Die Chiesa dei Santi Giusto e Clemente entstand Jahrzehnte vor der Restaurierung der Chiesa Vecchia.
Auf dem neuen Friedhof von Gorfigliano bewahrt die Cappella Pancetti ein von Pietro Annigoni geschaffenes Fresko, das den sterbenden Christus darstellt. Das Fresko befindet sich damit in der Cappella Pancetti auf dem neuen Friedhof und nicht in einer der beiden Kirchen.
Traditionen im Jahreslauf
Zu Gorfiglianos lokalen Traditionen gehören das Fest Madonnina dei Cavatori und die Natalecci. Das Fest Madonnina dei Cavatori ist eng mit den örtlichen Marmorsteinbrüchen verbunden und findet am ersten Sonntag im August statt. Bei der Tradition Natalecci werden hohe zylindrische Bauwerke aus um einen hohen Pfahl geflochtenen Ästen errichtet; am 24. Dezember um 18 Uhr werden sie verbrannt. Bei einer Reiseplanung lassen sich die beiden festen Zeitpunkte klar trennen: das Fest am ersten Sonntag im August und Natalecci am 24. Dezember um 18 Uhr.
Sentiero CAI 36 und Marmorstraße
Der Sentiero CAI 36 beginnt an der Straße südlich von Gorfigliano, zweigt bei einem Tunnel ab und verläuft vollständig auf der Marmorstraße zu den Cave della Focolaccia. Hinter dem Rifugio Aronte führt er in Richtung Foce della Vettolina und Canale Carignano bis nach Forno weiter. Der Abzweig bei einem Tunnel liegt vor der durchgehenden Führung auf der Marmorstraße. Wer den Sentiero CAI 36 einplant, sollte neben dem Ausgangspunkt südlich von Gorfigliano auch die Fortsetzung hinter dem Rifugio Aronte berücksichtigen.
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