Vallico di Sotto – Dorfgeschichte und Wege in die Apuanischen Alpen

Vallico di Sotto zwischen Dorfgeschichte und Berglandschaft

Vallico di Sotto hat die charakteristischen Merkmale eines mittelalterlichen Dorfes bewahrt. Das macht den Ort für Sie vor allem dann interessant, wenn Sie auf Ihrer Italienreise historische Details, lokale Traditionen und Wege in die Berglandschaft miteinander verbinden möchten. Dorfstruktur, Sakralbauten, Spuren älterer Handwerke und die Landschaft rund um Monte Palodina geben dem Aufenthalt unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie diesen Schwerpunkt mit Ihren eigenen Plänen verbinden.

Vallico di Sotto ist direkt mit dem Auto erreichbar. Diese direkte Anreise lässt sich in Ihre Standortplanung einbeziehen, wenn Sie Kultur im Ort und Wanderungen in der Umgebung miteinander erkunden möchten.

Kirchen, Kunst und lokale Geschichte

Im Jahr 1357 wurde die Kirche von Vallico Sotto zur unabhängigen Pfarrei erhoben und endgültig San Giacomo Maggiore geweiht. In der Chiesa di San Jacopo in Vallico di Sotto befindet sich ein gotisches Triptychon, das auf 1420 datiert und Bernardino del Castelletto zugeschrieben wird. Dargestellt ist die Madonna mit dem Kind zwischen den Heiligen Jacopo und Cristoforo.

Im Umfeld von Vallico di Sotto liegen die Grotta di Casteltendine, auch Tana, Grotta di Castelvenere und Buca di Casteltendine. Dort wurden 1975 weibliche und hermaphroditische Bronzestatuetten gefunden, die etwa 2.500 Jahre alt sind. Der Ort verbindet damit die erhaltenen Merkmale des mittelalterlichen Dorfes mit deutlich älteren Spuren menschlicher Geschichte.

Zur lokalen Tradition gehört das Spiel palla elastica, dessen Ursprung wahrscheinlich auf die alten Römer zurückgeht. Vallico Sotto war ebenso wie Fabbriche ein Zentrum der Eisenverarbeitung und zog deshalb lombardische Handwerker an. Neben den Kirchen und archäologischen Funden treten damit auch Spiel- und Handwerkstraditionen als eigenständige Facetten des Ortes hervor.

Wandern zwischen San Luigi und Monte Palodina

Der Rundweg Vallico Sotto–Vallico Sopra (654 m)–San Luigi (870 m)–Foce Palodina (1084 m)–Monte Palodina (1170 m)–Foce Pompanella (940 m)–Vallico Sotto (480 m) beginnt und endet in Vallico Sotto (480 m). Für Ihre Reiseplanung ist damit ein Rundkurs mit mehreren Höhenpunkten verbunden, der zum Wandern in der Berglandschaft einlädt.

Eine einfache, weniger anspruchsvolle Wanderung auf unbefestigten Straßen rund um Vallico di Sotto bietet Bergpanoramen, klare Bergluft und einen unmittelbaren Zugang zur Landschaft der Toskana. Sie spricht damit eine andere Art des Wandertags an als der Rundweg über mehrere Höhenpunkte.

Im Umfeld von Vallico di Sotto wurde die kleine Kirche auf der Alm San Luigi zu einem Informationspunkt am Sentiero del Lupo umgestaltet. Vom Sentiero del Lupo ist der Gipfel des Monte Palodina über einen Abstecher von wenigen Minuten erreichbar. Von dort reicht der Blick über die Apuanischen Alpen und die gesamte Garfagnana bis zu den grünen Gipfeln des Apennin.

Der Sentiero del Lupo kann an einer alten Mühle am Turrite Cava an der Einmündung des Rio Silvano beginnen. Ein Maultierpfad entlang des Rio Silvano führt von dort nach Vallico Sotto. Entlang der Route bei Vallico Sotto befindet sich außerdem eine Marmorikone von 1674 an einer alten Mauer.

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