Cardoso: Kastanienwald, Bergwege und lokale Kultur

File:Cardoso, parrocchiale di Santa Maria Assunta, 01.JPG File:Cardoso, parrocchiale di Santa Maria Assunta, 01.JPG Foto: Sailko via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Kastanienwald und Blicke auf die Apuanischen Alpen

Im Becken von Cardoso dominiert der Kastanienwald, der überwiegend aus relativ reinen Beständen besteht. Mehrere Wegverläufe eröffnen dabei unterschiedliche Perspektiven auf die Landschaft: Der Rundweg Cardoso–Orzale–San Leonardo bietet Ausblicke auf den Monte Forato und den Monte Procinto. Vom aussichtsreich gelegenen Santuario di San Leonardo sehen Sie auf die Gruppe von Nona, Procinto und Matanna sowie auf die Pania della Croce. Der Rundweg Cardoso Casalina–Monte Forato bietet Ausblicke auf den Foro und die Panie; von Casa Puccio reicht der Blick auf Procinto und Nona.

Wanderwege mit klaren Ausgangspunkten

Die Straße von Casalina führt zu den Ausgangspunkten der Wege zum Monte Forato und zum Santuario di San Leonardo. Ein Wanderweg zum Standort der Felsritzungen von Trogna und zum Santuario di San Leonardo beginnt in Cardoso. Vom Abzweig zum Heiligtum sind es bis zum Fundort der Felsritzungen etwa 15 Minuten. Von Trogna führt der Weg weiter nach Orzale und als Rundweg zum Ausgangspunkt zurück. Eine andere Verbindung bildet der Sentiero della Castagna: Er führt von Pruno zum Weiler L'Orzale und mündet kurz unterhalb des Weilers in den Sentiero 117. Außerdem führte am 13. Juli 2020 eine Wanderung von Cardoso zur Cascata dell'Acqua Pendente, weiter nach Pruno und zurück nach Cardoso.

San Leonardo und die Kirchen von Cardoso

Das Santuario di San Leonardo ist Eigentum der Gemeinschaft von Cardoso. Im Heiligtum wird die Madonna di San Leonardo verehrt. Das Fest zu Ehren von San Leonardo wird am Pfingstsonntag oder am darauffolgenden Sonntag gefeiert. Auch die Kirche Santa Maria Assunta in Cardoso stammt aus dem 18. Jahrhundert. Für die zeitliche Planung eines Aufenthalts sind außerdem zwei Termine festgelegt: Die Festa delle Rose findet am ersten Sonntag nach Pfingsten statt, das Boccia-Spiel am Ostermorgen.

Brücke, Pietra del Cardoso und Casa Colleoni

In der Ortschaft Pontaccio in Cardoso befindet sich eine Brücke aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Eine weitere Besonderheit ist die Pietra del Cardoso: Ihr Vorkommen in den Apuanischen Alpen liegt in einem Lager im Gemeindegebiet von Stazzema und erstreckt sich über die Ortsteile Pruno, Cardoso, Stazzema, Mulina und Pomezzana. Casa Colleoni ist ein altes, bereits im 18. Jahrhundert erwähntes Almgebäude von Cardoso und beherbergt das ethnografische Museum „Museo dell'Alpeggio e dell'identità apuana“. Casa Colleoni empfängt kleine Gruppen für kulturellen, wanderbezogenen und gastronomischen Tourismus sowie zur Förderung lokaler Produkte. Bei der Mühle führte die Umleitung des Flusslaufs zur Umstellung auf elektrischen Betrieb; sie war vollständig funktionsfähig und mahlte Kastanien und Mais.

Kunst und Veranstaltungen im Jahreslauf

Im Palazzo della Cultura in Cardoso wurde eine Grafikausstellung mit dem Titel „Fra le rossastre nubi – stormi di uccelli neri… L’ambiente contadino versiliese di fine ’800 nella grafica di Filadelfo Simi“ eröffnet. Die Ausstellung umfasste etwa fünfzig grafische Werke des Künstlers Filadelfo Simi. Im Januar stellt die Veranstaltung „Epifania del Pennato“ alte Riten der Liguri Apuani nach und vermittelt Erläuterungen zu Funden von Felsritzungen in den Apuanischen Alpen.

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