Zum Inhalt

Muros: Sardiniens Landschaft und Kulturgeschichte

Unterkünfte in Muros

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Muros liegt am Fuß des Monte Canechervu. Senkrechte Felswände, von Flüssen durchzogene Ebenen und eine vielfältige geologische und pflanzliche Landschaft prägen das Umfeld. Die Verbindung von Naturbeobachtung und Kulturgeschichte prägt den Charakter des Umfelds.

File:Chiesa di San Pietro extra Muros vista da Bosa. - panoramio.jpg File:Chiesa di San Pietro extra Muros vista da Bosa. - panoramio.jpg Foto: Carlo Pelagalli via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Landschaft zwischen Fels und Wald

Auf der Rocca Ruja wachsen Wälder aus Flaumeichen; Badde Olia ist ein ausgedehnter Steineichenwald. An den Ufern des Rio Mascari wachsen Pappeln, Eschen und Weiden. Diese drei Landschaftsbilder geben Ihrer Planung unterschiedliche Beobachtungsschwerpunkte: Fels, Wald und Flussufer.

Auch die Grotta dell’inferno verbindet Natur und frühe Menschheitsgeschichte. Sie ist 220 Meter lang und beherbergt eine der größten Fledermauskolonien Italiens. Die frühesten menschlichen Spuren in der Gegend von Muros stammen aus dem frühen Neolithikum, etwa aus dem Jahr 6000 v. Chr., und wurden in dieser Höhle gefunden.

Archäologie und sakrale Spuren

Muros geht auf das Mittelalter zurück, als es in der Gegend drei Dörfer gab. In der Pfarrkirche der Heiligen Gavino, Proto und Gianuario, die aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammt, wird ein Altarbild der drei Märtyrer von Turris aufbewahrt. Damit stehen mittelalterliche Ortsgeschichte und sakrale Kunst neben deutlich älteren Zeugnissen.

Sa Turrìcula di Muros ist eine Siedlungsstätte, die ausschließlich der Bonnanaro-Kultur zugeschrieben wird. Der Nuraghe Turricula wurde während der punischen und römischen Zeit als Kultgebäude genutzt. Wer sich für die lange Besiedlungsgeschichte Sardiniens interessiert, findet hier daher unterschiedliche historische Epochen an verschiedenen Schauplätzen.

Auf dem Monte Terras befindet sich eine Nekropole mit fünf Domus de Janas. Auf der Rocca Ruja steht ein etwa 1300 v. Chr. in den Fels gehauenes Hypogäum mit einer architektonischen Fassade zwischen einer Domus de Jana und einem Gigantengrab. Auf dem Monte Simeone befindet sich ebenfalls ein Gigantengrab.

Anzeige

Festtage und regionale Orientierung

Zum lokalen Charakter gehören Festtagstraditionen mit su cozolu ‘e s’ou, Amaretti und Formagelle zu Ostern sowie Papassinos und Tiriccas zu Allerheiligen. Diese Speisen ordnen Muros nicht nur über Bauwerke und Landschaft, sondern auch über den Jahreslauf und die regionale Esskultur ein.

Für Ihre räumliche Orientierung ist die Staatsstraße 131, kurz SS131, wichtig: Sardiniens wichtigste Straßenverbindung durchquert das Gebiet von Muros. Einen historischen Bezug zu dieser Verkehrsachse bildet ein 1823 im Gebiet von Muros gefundener römischer Meilenstein. Er wird heute im Museo G.A. Sanna aufbewahrt, gab die Entfernung von XVI Meilen bis Turris (Porto Torres) an und stammt aus den Jahren 67–68 n.

Weitere Orte im Umfeld

Für Ihre weitere regionale Orientierung finden Sie hier auch Pattada, Perfugas, Tissi, Fertilia, Bono, Ploaghe, San Nicola und Nulvi.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sassari.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.