Sardinien entdecken: Kultur, Natur und Küsten
Unterkünfte in Sardinien
Sardinien verbindet bronzezeitliche Nuraghen, bedeutende Museen, weitläufige Naturparks und geschützte Küstenlandschaften. Wenn Sie für Ihre Reise zwischen Kultur, Wandern, Inselerlebnissen oder Wassersport wählen möchten, bietet die Insel sehr unterschiedliche Ansatzpunkte. Für die Unterkunftsplanung lohnt es sich daher, zuerst den persönlichen Schwerpunkt festzulegen und die Lage danach auszuwählen.
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Foto: Norbert Nagel via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Archäologie, Museen und sardische Traditionen
Ein Höhepunkt für kulturgeschichtlich interessierte Besucher ist Su Nuraxi di Barumini, Sardiniens bekanntestes Beispiel eines bronzezeitlichen Verteidigungskomplexes vom Typ Nuraghe. Der Ort war von der Errichtung seines Nuraghen im 2. Jahrtausend v. Chr. bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. besiedelt. Auch der Nuraghe Nolza vermittelt die Dimension dieser frühen Bauwerke: Sein zentraler Turm ist heute etwa 13 Meter hoch und überragt eine Hüttensiedlung auf zweieinhalb Hektar. Er gilt als eines der größten und am besten erhaltenen prähistorischen Monumente im Zentrum Sardiniens.
In Cagliari führt das Archäologische Nationalmuseum mit mehr als 4.000 Objekten durch fast 7.000 Jahre Geschichte, von der Vorgeschichte bis zum Frühmittelalter. Die Cittadella dei Musei ist der größte Museumskomplex in Cagliari und ganz Sardinien. In ihre Ausstellungsräume sind römische Zisternen, spanische Befestigungsanlagen und piemontesische Gefängnisse integriert. Für eine Reise mit deutlichem Kulturanteil können solche Museen und archäologischen Orte den Ausschlag bei der Wahl einer passenden Unterkunft geben.
Eine andere Facette zeigt Samugheo im Mandrolisai in der Provinz Oristano. Der Ort ist für Teppiche, Wandteppiche und traditionelle Kleidung bekannt, die in einer seit Jahrhunderten überlieferten Webtradition entstehen. Im Murats werden Textilarbeiten aus ganz Sardinien gezeigt. Tessingiu erneuert die Textiltradition jedes Jahr mit einer Fachausstellung und einem Fachmarkt. Dazu kommen Pecorino, Wein und Brot; im Oktober widmet sich ein Volksfest dem Brot.
Naturparks und Wege für unterschiedliche Reisetage
Der Regionale Naturpark Tepilora umfasst fast 8.000 Hektar Wälder, Wege und Wasserläufe, die von den Bergen der Barbagia bis zu den Küstenfeuchtgebieten reichen. Die Route Torpè–Monte Nurres endet mit einem nur zu Fuß begehbaren, für die Tierbeobachtung ausgestatteten Weg. Von dort eröffnet sich ein 360-Grad-Blick auf den Monte Tepilora, das Rio-Posada-Tal, die Ebene von Siniscola und das Meer. Der Rio Posada weist eine für Sardinien einzigartige Mäanderform auf und wird von Kanufahrern und Birdwatchern genutzt.
Im Nationalpark des Golfs von Orosei und des Gennargentu treffen Gipfel, Weiden, Hochebenen, Schluchten, alte Wälder, Meeresklippen, Höhlen und Strände aufeinander. Dort gibt es Wege für Trekking- und Mountainbike-Ausflüge. Über die Rete Escursionistica della Sardegna, kurz RES, lässt sich die Insel auf Wegen erkunden, die für Anfänger bis hin zu erfahrenen Wanderern geeignet sind. Das Wegenetz ist mit den Cammini di Sardegna verbunden und wurde in seiner Nutzbarkeit für Einwohner und Besucher verbessert.
Inseln, Meer und besondere Küstenlandschaften
Für maritime Erlebnisse bietet die Insel mehrere eigenständige Ziele. Asinara ist über eine öffentliche Seeverbindung der Compagnia di Navigazione Delcomar auf der Strecke Porto Torres–Cala Reale erreichbar. In Cala Reale informieren Führer und Besucherzentren über mögliche Aktivitäten und Besichtigungen im Nationalpark. In Zone B des Meeresschutzgebiets sind unter anderem Tauchen, Baden, Segeln, Rudern und Schnorcheln erlaubt.
Der Nationalpark des La-Maddalena-Archipels umfasst auf Land und Meer mehr als 20.000 Hektar, 180 Kilometer Küste und mehr als 60 Inseln; seine Meeresböden bieten Möglichkeiten zum Tauchen. Das Meeresschutzgebiet Capo Coda Cavallo umfasst 15.000 Hektar mit klarem Wasser, Buchten, weißen Stränden, Inseln und Lagunen. Bei Cala Brandinchi finden Sie über mehrere Dutzend Meter sehr flaches Wasser, felsige Bereiche mit Meeresfauna und Möglichkeiten zum Schnorcheln. Tauchzentren begleiten Besucher außerdem zu Tauchplätzen im Meeresschutzgebiet.
Die Reisebasis nach Interessen auswählen
Wer Museen, Nuraghen und textile Traditionen verbinden möchte, kann die Unterkunft nach den ausgewählten Kulturzielen planen. Für Wandertage bieten sich dagegen Reisepläne an, in denen die gewünschten Wege und Naturparks den Schwerpunkt bestimmen. Wenn Inseln und Wassersport wichtig sind, sollten Sie die Fährverbindung nach Asinara oder die Küsten- und Tauchgebiete in Ihre Standortentscheidung einbeziehen. Der Trenino Verde gilt als ein Netz aus vier Strecken mit derzeit insgesamt 163 Kilometern, die Sardiniens Küste und Landesinneres verbinden und mit Bootsfahrten sowie Ausflügen zu Fuß, mit dem Fahrrad und zu Pferd verknüpft sind.
Für die weitere Orientierung auf Sardinien: Cagliari, Carbonia-Iglesias, Medio Campidano, Nuoro, Ogliastra, Olbia-Tempio, Oristano und Sassari.