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Fertilia zwischen Gartenstadt, Lagune und Erinnerung

Unterkünfte in Fertilia

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Fertilia verbindet Stadtplanung, Erinnerung und Landschaft zu einem besonderen Reisebild. Wenn Sie einen Ort über seine Entstehung, sein Ortsbild und seine Umgebung kennenlernen möchten, bietet Fertilia dafür mehrere klar unterscheidbare Zugänge. Die Gartenstadtidee, rationalistische Architektur, Plätze mit eigenen Entwurfsgeschichten und die Lagune von Calich stehen dabei im Mittelpunkt.

File:Interno San Marco (Fertilia).jpg File:Interno San Marco (Fertilia).jpg Foto: Ivanbranco via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Gartenstadt, Gründung und Architektur

Fertilia wurde nach dem Modell der Gartenstadt von Ebenezer Howard konzipiert und am 8. März 1936 offiziell gegründet. Zugleich hat der Ort Merkmale der rationalistischen Architektur bewahrt, die mit den faschistischen Gründungsstädten der Zwischenkriegszeit verbunden ist. So treffen ein städtebauliches Konzept und eine klar datierte Gründung auf ein Ortsbild, das sich besonders über seine Architektur erschließt.

Besonders anschaulich wird dieser Zusammenhang an den Plätzen. Die Piazza Venezia Giulia in Fertilia hat einen exedraförmigen Grundriss nach dem ursprünglichen Plan des Ingenieurs Arturo Miraglia aus dem Jahr 1935. Die am Meer gelegene Piazza 9 maggio war in den Entwurfszeichnungen mit einer Rotunde geplant, die den über dem Meer vorspringenden Bug eines Schiffes symbolisieren sollte. Beide Plätze lenken den Blick damit auf unterschiedliche Aspekte von Planung und Gestaltung.

Erinnerung im Ortsbild

Auch die Geschichte der Gemeinschaft gehört zum Charakter Fertilias. Das Ecomuseo Egea vermittelt die Erinnerung an eine heterogene Gemeinschaft, deren Angehörige fern ihrer Heimat ein Leben in Freiheit wiederaufbauten. Das Projekt Ecomuseo Egea erstreckt sich vom Museumspavillon „Ex Officine“ auf die Gründungsstadt Fertilia und ihre vielfältige Gemeinschaft.

Im Ortsbild erinnert außerdem die Bronzestatue des geflügelten Löwen des heiligen Markus an die julianischen und dalmatinischen Exilanten, die 1947 aus ihrer Heimat eintrafen. Zusammen mit dem Ecomuseo eröffnet dieses Motiv einen Zugang zu den historischen Erfahrungen, die mit Fertilia verbunden sind, ohne den Ort auf seine Gründungsarchitektur zu beschränken.

Lagune und Wege an der Küste

Die Lagune von Calich umfasst etwa 92 Hektar und hat eine durchschnittliche Tiefe von etwa 1,5 Metern. Sie ist auf nationaler und gemeinschaftlicher Ebene als Feuchtgebiet von hohem naturschutzfachlichem Wert anerkannt. Wer Landschaft und Ortsgeschichte miteinander verbinden möchte, kann die Lagune deshalb als eigenen Schwerpunkt neben den Plätzen und Erinnerungsorten betrachten.

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Ein Wander- und Radweg führt an der Lagune von Calich entlang in Richtung der römischen Brücke. Zum Wegenetz des Naturparks Porto Conte gehören auch Naturwege rund um die Lagune. Zusätzlich verbindet ein etwa 5 Kilometer langer Radweg entlang der Küstenstraße Fertilia und Alghero. Bei Ihrer Planung können Sie damit Wege an der Lagune und die Verbindung entlang der Küste getrennt betrachten.

Punta Negra ist ein kleiner Buchtstrand in der gleichnamigen Bucht an der Strecke von Fertilia in Richtung Porto Conte. Dieser Küstenbezug ergänzt die landschaftliche Perspektive um einen konkreten Ort am Meer. Für die Wahl Ihrer Unterkunft können Sie daher abwägen, ob Sie Fertilia vor allem über Plätze und Architektur, über die Erinnerung an seine vielfältige Gemeinschaft, über die Lagune oder über die Wege in Richtung Porto Conte und Alghero erleben möchten.

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Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung

Für die weitere Reiseplanung können Sie auch Torralba, Santa Maria La Palma, Tissi, Valledoria, Tergu, Tula, Nughedu San Nicolò und Padria erkunden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sassari.