Padria: Archäologie, Architektur und Schluchtlandschaft
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Foto: Gianni Careddu via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Padria verbindet archäologische Zeugnisse, sakrale Architektur und eine markante Schluchtlandschaft. Im Museo Civico Archeologico, bei Palattu und beim Nuraghe Longu begegnen Ihnen unterschiedliche Epochen und Bauformen; in der näheren Umgebung ergänzt die Gola Rio Su Entale diesen kulturellen Schwerpunkt um tief eingeschnittene Natur. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus ein klarer Dreiklang aus Museum, historischen Anlagen und Landschaftserlebnis, ohne dass die einzelnen Orte ihre eigene Geschichte verlieren. Für kulturorientierte Tage stehen Museum, Palattu, Nuraghe Longu und Santa Giulia im Vordergrund, während die Gola einen eigenständigen Landschaftsakzent setzt.
Archäologie im historischen Gefüge
Das Museo Civico Archeologico in Padria befindet sich im ehemaligen Getreidespeicher neben der Kirche Santa Giulia. Es zeigt neolithische Funde der Ozieri-Kultur und präsentiert ein in San Giuseppe entdecktes Votivdepot. Das Depot stammt aus der Zeit zwischen dem 1. Jahrhundert v. Chr. und dem 3. Jahrhundert n. und umfasst anatomische und tierische Terrakotten, Früchte sowie menschliche Statuetten.
Palattu führt in mehrere historische Schichten. Neben den Überresten der phönizisch-punischen Befestigung von Palattu wurde im 16. Jahrhundert der baroniale Palast der Familie De Ferrera errichtet. Zum Komplex gehört eine etwa 65 Meter lange Mauer aus großen vulkanischen beziehungsweise basaltischen Steinblöcken. Die Mauer war Teil einer phönizisch-punischen Festung und wurde später in der römischen und mittelalterlichen Epoche wiederverwendet.
Der Nuraghe Longu und seine Bauform
Der Nuraghe Longu ist ein komplexes Bauwerk mit einem Hauptturm und zwei kleineren Türmen. Diese wurden später seitlich angebaut und durch eine geradlinige Mauer verbunden. In der kreisförmigen Hauptkammer ist eine intakte, sieben Meter hohe Tholos-Kuppel erhalten. Von Padria aus gelangen Sie zum Nuraghe Longu, indem Sie am Sportplatz entlang der für das Monument angelegten Straße zwei Kilometer folgen.
Santa Giulia zwischen Architektur und Festtag
Santa Giulia gilt als eines der herausragenden Beispiele gotisch-aragonesischer Architektur auf Sardinien. In Padria wird Santa Giulia am 22. Mai gefeiert. Damit steht neben den archäologischen Anlagen auch ein sakraler Bau mit eigener architekturgeschichtlicher Einordnung im Mittelpunkt.
Schlucht und geschützter Naturraum
In der näheren Umgebung von Padria liegt die Gola Rio Su Entale, eine mehr als zwei Kilometer lange, in vulkanisches Gestein eingeschnittene Schlucht mit tiefen Steilwänden und Wasserfällen. Zu diesen Wasserfällen gehören „S’istrampu nieddu“ und „Su poggiu ‘e caddu muzzu“. Die Gola Rio Su Entale liegt innerhalb des Natura-2000-Gebiets von gemeinschaftlicher Bedeutung „Entroterra e zona costiera tra Bosa, Capo Marargiu e Porto Tangone“ (ITB020041). Die Verbindung aus Schlucht, Wasserfällen und Schutzgebietsstatus gibt der Landschaft einen klaren eigenen Charakter. Wer Kultur und Natur in Padria thematisch nebeneinanderstellen möchte, findet dafür im Museum, bei Palattu, am Nuraghe Longu und in der Gola unterschiedliche konkrete Ansatzpunkte.
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