Capodimonte: Seeufer, Inseln und gelebte Geschichte

Capodimonte am Bolsena-See verbindet eine markante Uferlandschaft mit Inselerlebnissen, regionaler Küche und einer Geschichte, die von früheren militärischen und fürstlichen Nutzungen bis zur Binnenschifffahrt reicht. Für Sie entsteht daraus ein Reiseziel, in dem sich Spaziergänge am Wasser, Ausflüge per Schiff, Kultur und lokale Traditionen gut miteinander verbinden lassen.

Uferpromenade, See und Aktivitäten

Die etwa zwei Kilometer lange Uferpromenade Lungolago di Capodimonte heißt im Dialekt von Capodimonte „le pioppe“. Sie verläuft an einem schwarzen Strand aus Vulkansand und ist von Grünflächen durchsetzt. Breite Fußwege eignen sich zum Spazierengehen und Radfahren. Am Ufer des Bolsena-Sees bei Capodimonte sind außerdem Segeln, Angeln, Tauchen, Ausflüge sowie Trekking zu Fuß, zu Pferd und mit dem Mountainbike möglich.

Vom Hafen von Capodimonte verkehren Ausflugsschiffe, darunter die Motorschiffe Letizia mit 55 Plätzen und Fenice mit 80 Plätzen. Ihre Routen umfassen auch Rundfahrten um die Inseln Bisentina und Martana. Führungen zur Isola Bisentina können vom Hafen aus im Frühling und Sommer nach vorheriger Reservierung organisiert werden. Eine geführte Besichtigung dauert etwa zweieinhalb bis drei Stunden; die Reservierung garantiert einen Platz im Boot, bezahlt wird am Anleger.

Inselgeschichte und ein ungewöhnlicher Blick unter Wasser

Das Presepe Subacqueo befindet sich etwa sieben Meter unter der Oberfläche des Bolsena-Sees und ist durch eine Lichtinszenierung mit bloßem Auge sichtbar. Während der Weihnachtszeit kann es von der Belvedere-Terrasse in der Örtlichkeit „Giardinetti“ aus betrachtet werden. Damit erhält der Aufenthalt am See einen besonderen kulturellen Akzent, der sich von klassischen Ufererlebnissen unterscheidet.

Das Museo della Navigazione nelle acque interne entstand 2010 nach der Entdeckung eines prähistorischen Einbaumkanus im Bolsena-See am Fuß der Isola Bisentina im Jahr 1989. Das Museum zeichnet die Entwicklung der Binnenschiffsarchitektur vom 8. Jahrhundert v. Chr. bis ins 20. Jahrhundert nach. Für die Isola Bisentina war zudem ein Projekt für einen Kreuzweg mit sieben Kapellen und einer großen Kirche vorgesehen.

Rocca Farnese und Kirchen mit Seeblick

Die Rocca Farnese erhebt sich als achteckige ehemalige Militäranlage auf der vulkanischen Steilküste des Vorgebirges von Capodimonte. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde sie von einer militärischen Anlage zu einem fürstlichen Wohnsitz umgestaltet, unter Mitwirkung des Architekten Antonio da Sangallo. Die Rocca Farnese ist in Privatbesitz; Besichtigungen sind auf Anfrage in einem Teil des Gebäudes und des umgebenden italienischen Gartens möglich.

Die Chiesa S. Maria Assunta in Cielo bietet einen Panoramablick auf den See und seine Inseln. Die Chiesa di S. Carlo stammt aus der Zeit der Herrschaft von Herzog Odoardo Farnese über das Herzogtum Castro im Jahr 1616. Zusammen mit der Rocca geben die beiden Kirchen dem Ort eine historische Prägung, die Sie bei einem Rundgang durch Capodimonte unmittelbar an unterschiedlichen Bauwerken nachvollziehen können.

Lokale Küche und feste Traditionen

Coregone, ein Seefisch, gilt als typisches Gericht von Capodimonte und wird wegen der hohen Qualität seines Fleisches geschätzt. Anfang August werden an der Uferpromenade Stände mit Gerichten auf Basis von Coregone eingerichtet. Am 17. Januar umfasst das Fest des Heiligen Antonius Abate traditionell die Segnung der Tiere, das Anzünden eines Feuers und die Ausgabe von Bruschetta mit frisch gepresstem lokalem Olivenöl.

Beachten Sie bei Ihren Plänen, dass der nahe gelegene Percorso Monte Bisenzio derzeit aus Sicherheitsgründen und wegen laufender Arbeiten nicht besuchbar ist.

Weitere Ziele im gemeinsamen Umfeld: Tuscania, Collevecchio, Tarquinia, Soriano nel Cimino, Cellere, Proceno, Punta Del Lago, Vitorchiano.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Viterbo.

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