Latium zwischen Kulturerbe, Seen und Naturwegen

Latium verbindet UNESCO-Kultur, etruskische Geschichte, Seen, Küste, Schutzgebiete und lange Wege. Die Villa d’Este wurde 2001 zum UNESCO-Welterbe erklärt und ist ein Meisterwerk des italienischen Gartens mit Brunnen, Nymphäen, Grotten, Wasserspielen und hydraulischer Musik.

Kultur und Geschichte

Villa Adriana entstand zwischen 117 und 138 n. Chr. als Rückzugsort Kaiser Hadrians und als Idealstadt mit architektonischen Traditionen des antiken Griechenlands, Roms und Ägyptens. Die Überreste von etwa 30 Gebäuden erstrecken sich über 120 Hektar in den Tiburtinischen Hügeln bei Tivoli im Latium. Tarquinias Nekropole zeigt in großformatigen Wandmalereien Aspekte des Lebens, des Todes und der religiösen Vorstellungen der antiken Etrusker.

Die Nekropole Banditaccia in Cerveteri ist eine Begräbnisarchitekturstätte des UNESCO-Welterbes und wurde 2004 in die Welterbeliste aufgenommen. In Viterbo findet die Prozession der Macchina di Santa Rosa jedes Jahr am Abend des 3. September durch das historische Zentrum statt.

Natur und Wasserlandschaften

Das regionale Schutzgebietssystem des Latiums verbindet Reservate, Parks und Naturdenkmäler mit staatlichen Schutzgebieten, Nationalparks, staatlichen Reservaten und Meeresschutzgebieten. Es umfasst 104 Schutzgebiete und bedeckt etwa 14,8 Prozent des Regionalgebiets. Das Gebiet der Lagustelli im Naturpark Monti Lucretili ist nach der Ramsar-Konvention als international geschütztes Feuchtgebiet ausgewiesen.

Zum Landschaftsbild gehören vulkanische Seen, künstliche Wasserflächen und kleine Becken in einer von Dörfern und fruchtbaren Landschaften geprägten Umgebung. Der Lago di Bolsena ist Europas größtes vulkanisches Becken und der größte See des Latiums; er umfasst 110 Quadratkilometer. Der Lago del Turano ist ein künstlicher See in der Provinz Rieti am Rand des Naturreservats Monte Navegna e Monte Cervia.

Wandern, Ausflüge und regionale Kontraste

Der Cammino Naturale dei Parchi ist 430 Kilometer lang, umfasst 25 Etappen und führt durch 42 Gemeinden. Er verbindet das Latium, vertreten durch Rom, mit L’Aquila in den Abruzzen und führt durch vier Regionalparks, zwei regionale Naturreservate sowie den Park Gran Sasso e Monti della Laga. Einzelne Etappen oder Trekkingtouren über zwei oder mehr Tage sind möglich; viele Zugangspunkte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Die Via Francigena del Nord verläuft im Latium durch 18 Gemeinden, darunter Acquapendente, Bolsena, Sutri und Viterbo. Die Cascate di Monte Gelato sind ein landschaftlich reizvoller historischer und natürlicher Ort im Valle del Treja sowie ein Ziel für Ausflüge. Die tyrrhenische Küste erstreckt sich über mehr als 300 Kilometer und bietet Möglichkeiten zum Baden, für Wassersport und zum Tauchen.

Das Skigebiet Terminillo erschließt zwischen 1.500 und 2.000 Metern Höhe mit einer Seilbahn und drei Sesselliften 40 Kilometer Abfahrtspisten. Traditionelle PAT-Produkte können Sie bei Besuchen in landwirtschaftlichen Betrieben und Werkstätten sowie auf Bauernmärkten kennenlernen. Für die Wahl Ihres Hotels können Sie zwischen Kulturstätten, Natur, Wegen, Seen, Küste und Bergen nach dem Schwerpunkt Ihrer Reise abwägen.

Zur weiteren regionalen Orientierung können Sie Rieti, Viterbo, Latina, Rom und Frosinone erkunden.

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