Tarquinia: Archäologie, mittelalterliche Stadtmauer und Saline

File:Medieval parade in Tarquinia 2.jpg File:Medieval parade in Tarquinia 2.jpg Foto: Holek via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Tarquinia erschließt sich über unterschiedliche historische und landschaftliche Themen. Wenn Sie archäologische Zeugnisse, mittelalterliche Architektur und eine geschützte Küstenlandschaft miteinander verbinden möchten, finden Sie hier mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung. Das Nationale Archäologische Museum, die Orte der Civita, die Stadtmauer und das Naturschutzgebiet Saline di Tarquinia geben dem Aufenthalt jeweils einen eigenen Schwerpunkt.

Archäologie im Palazzo Vitelleschi

Im Palazzo Vitelleschi befindet sich das Nationale Archäologische Museum von Tarquinia. Es zeigt steinerne Bestattungsskulpturen, darunter Sarkophage aus vornehmen hellenistischen Gräbern. Im ersten Stock ist außerdem ein Terrakotta-Hochrelief mit einem Paar geflügelter Pferde ausgestellt. Das Relief stammt vom Giebel des großen Tempels der Ara della Regina. Für Sie entsteht dadurch ein konzentrierter Zugang zu Skulptur, Grabkultur und monumentaler Architektur, ohne dass diese Themen auf einen einzigen Ort beschränkt bleiben.

Civita und Gravisca

Das Gebiet der Civita von Tarquinia umfasst das monumentale Heiligtum der Ara della Regina. In der Umgebung von Tarquinia liegt außerdem Gravisca, eine antike Stätte. Dort befinden sich die Überreste einer aus mehreren Gebäuden bestehenden Kultstätte für griechische und etruskische Gottheiten. Wer sich für die religiöse und bauliche Vergangenheit der Region interessiert, kann Tarquinia deshalb über verschiedene Formen antiker Zeugnisse betrachten: über Museumsobjekte, ein monumentales Heiligtum und die erhaltenen Reste einer größeren Kultstätte.

Monterozzi und mittelalterliches Stadtbild

Der etwa sechs Kilometer lange Monterozzi-Hügel ist der Standort der wichtigsten städtischen Nekropole. Er erstreckt sich parallel zur Tyrrhenischen Küste zwischen der Küste und der Anhöhe der Civita. Einen anderen historischen Akzent setzt Santa Maria in Castello: Die romanische Kirche diente bis zum Jahr 1435 als Kathedrale von Tarquinia. So treffen im Stadtgebiet weit ausgreifende archäologische Bezüge und ein klar erkennbares mittelalterliches Erbe aufeinander.

Stadtmauer und Blick auf die Küste

Die mittelalterliche Stadtmauer von Tarquinia ist sehr gut erhalten und umfasst imposante Türme. An der Barriera di San Giusto bietet sich ein Panoramablick auf die Küste von Tarquinia. Diese beiden Orte geben Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten, den historischen Charakter der Stadt wahrzunehmen: Die Mauer macht ihre mittelalterliche Befestigung sichtbar, während die Barriera den Blick über den Küstenraum öffnet. Beide Aspekte ergänzen die archäologischen Themen um eine räumliche Perspektive.

Die Saline di Tarquinia

Das Naturschutzgebiet Saline di Tarquinia umfasst etwa 170 Hektar. Größtenteils wird es von flachen, salzigen und hypersalinen Becken eingenommen. Die Saline di Tarquinia wurde im Jahr 1980 als Schutzgebiet ausgewiesen. Ihr Lebensraum eignet sich als Rast- und Brutgebiet für zahlreiche Zugvögel. Wenn Sie neben Kultur auch Landschaft und Vogelbeobachtung berücksichtigen, bietet dieses Gebiet einen deutlich anderen Schwerpunkt als Museum, Nekropole, Heiligtum und Stadtmauer. Tarquinia lässt sich damit sowohl über seine historischen Orte als auch über die besondere Beschaffenheit seiner geschützten Landschaft kennenlernen.

Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie auch Civita, Carbognano, Pian Di San Martino, Acquapendente, Vitorchiano, Oriolo Romano, Bagnoregio und Latera ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Viterbo.

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