Pordenone zwischen Fresken, Museen und Noncello
Unterkünfte in Pordenone
Pordenone verbindet Kunstbetrachtung, historische Bauwerke und naturnahe Stadtmomente. Die Stadt ist als „bemalte Stadt“ bekannt und besitzt vollständig freskierte Paläste. Nur wenige Schritte vom Stadtzentrum entfernt bietet der Noncello ruhige, naturnahe Orte für Erholung und Besinnung.
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Foto: Mænsard vokser via Source, CC BY-SA 4.0
Kunst in historischen Palästen
Das Museo Civico d’Arte zeigt Tafel- und Leinwandgemälde, Zeichnungen, Fresken, Holzskulpturen, Möbel, Goldschmiedearbeiten und Keramik aus dem Mittelalter bis zur Gegenwart. Es befindet sich im Palazzo Ricchieri am Corso Vittorio Emanuele II Nr. 51. Der Palazzo Ricchieri entstand im 13. Jahrhundert zunächst als befestigtes Turmhaus nahe dem Flusshafen am Noncello und wurde später in einen Palast im venezianischen Stil umgewandelt.
Auch das Museo Civico di Storia Naturale Silvia Zenari verbindet Sammlung und historischen Rahmen: Es befindet sich im Palazzo Amalteo aus dem 16. Jahrhundert im historischen Zentrum von Pordenone. Die Sammlungen umfassen Mineralogie, Petrografie, Paläontologie, Botanik, Zoologie, Ethnografie und Technologie und enthalten mehr als 90.000 katalogisierte Exemplare. Für unterschiedliche Bedürfnisse bietet das Museum kontrastreiche Beschilderung, taktile Bildkarten, Audioinhalte, Inhalte in italienischer Gebärdensprache, Leichter Sprache und unterstützter Kommunikation sowie Erlebnisse mit erweiterter Realität.
Archäologie und sakrale Kunst
Das Museo Archeologico del Friuli Occidentale ist im Castello di Torre eingerichtet. Es umfasst Material aus der römischen Villa di Torre sowie mittelalterliche und renaissancezeitliche Keramik, die in Torre und Pordenone gefunden wurde. Zum Angebot gehören Führungen, Besuche für Schulklassen sowie Aktivitäten und Workshops.
Das Museo Diocesano di Arte Sacra führt durch eine Sammlung, die vom 7. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht und den Schwerpunkt auf Werke lokaler Herkunft legt. Die Ausstellung ist sowohl chronologisch nach Material als auch nach Verwendungszweck geordnet und zeigt Zeugnisse sakramentaler Praxis und religiöser Frömmigkeit. Zu den Beständen gehören Fresken und Sinopien, Tafel- und Leinwandgemälde, Glasobjekte, Holz- und Steinskulpturen, Silberarbeiten, Zeichnungen und Drucke sowie liturgische Gewänder.
Kirchen, Fotografie und Stadtpark
Die Chiesa di San Giorgio ist eine neoklassizistische Kirche, die auf einem älteren Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert errichtet wurde. Sie bewahrt Altarbilder von Gasparo Narvesa und Michelangelo Grigoletti sowie Fresken von Tiburzio Donadon. Im Dom San Marco befinden sich Werke von Giovanni Antonio de Sacchis („Il Pordenone“): darunter das dem heiligen Markus gewidmete Hauptaltarbild, das Misericordia-Altarbild sowie Fresken des heiligen Rochus, des heiligen Erasmus und der Madonna mit Kind. Der Dom wurde ab dem 13. Jahrhundert errichtet und später um eine große polygonale Apsis sowie sechs Seitenkapellen erweitert. Sein Steinportal stammt von Giovanni Antonio Pilacorte und trägt die Jahreszahl 1511. In den Seitenkapellen befinden sich Fresken von Giovanni Maria Zaffoni („il Calderari“) sowie ein Altarbild von Pomponio Amalteo.
Die Galleria Harry Bertoia ist ein Ausstellungsraum im Palazzo Spelladi aus dem 14. Jahrhundert; die ursprüngliche Struktur des Palazzo Spelladi lässt sich mindestens auf den Beginn des 14. Jahrhunderts datieren. Die Galleria zeigt große Wechselausstellungen, die häufig der Autorenfotografie gewidmet und als kuratierte Projekte konzipiert sind. Im gesamten Museum ist sie für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich. Das Palazzo del Fumetto befindet sich in Parco Galvani, einem bedeutenden Stadtpark nahe dem Zentrum von Pordenone.
Der Parco del Castello di Torre und der Bereich der Villa Romana sind in drei Zonen gegliedert, die durch eine Brücke über den Noncello miteinander verbunden sind.
Theater und Literaturfestival
Das Teatro Verdi Pordenone bietet ein Programm mit Schauspiel, Musik, Tanz und Oper. Sein Hauptsaal kann Oper, Musik, Tanz, Schauspiel, Tagungen und Kino aufnehmen. Für eine Reise mit literarischem Schwerpunkt kehrt das Literaturfestival pordenonelegge zwischen dem 16. und dem 20. September 2026 mit seiner 27. Ausgabe nach Pordenone und in das umliegende Gebiet zurück. Die Begegnungen des Festivals finden an zahlreichen symbolträchtigen Orten in Pordenone statt.
Anreise und Wege vor Ort
Der Bahnhof Pordenone liegt etwa fünf Gehminuten vom historischen Stadtzentrum entfernt und ist der wichtigste Umsteigepunkt zwischen Bahnverkehr und örtlichem öffentlichem Verkehr. Pordenone liegt an der Bahnstrecke Venedig–Udine und wird von häufigen Regional- und Fernzügen nach Venedig, Treviso, Conegliano, Udine, Gorizia und weiteren Zielen in Friuli Venezia Giulia bedient.
Für eine kürzere Stadterkundung bietet das Netzwerk Pordenone Musei eine achtteilige Route durch Kunst, Umwelt und Geschichte der Stadt. Die geschätzte Länge beträgt etwa 1,3 Kilometer, die Dauer etwa eine Stunde. Die Route durch die „bemalte Stadt“ ist für Besucher mit Behinderungen zugänglich. Ergänzend bietet das Radwegenetz von Pordenone Zugang zum Voralpengebiet und nach Montereale Valcellina und ist mit dem weiterführenden Netz der Radwege in Friuli Venezia Giulia verbunden.
Orte im Umfeld von Pordenone
Casarsa Della Delizia, Caneva, Prata Di Pordenone, Valeriano, San Martino Al Tagliamento, San Quirino, Sacile, Fiume Veneto, La Croce, Cavasso Nuovo, Andreis, Barcis, Cordenons, Frisanco, Fanna, Arba, Sequals, Pravisdomini, Brugnera, Chions, Vivaro, Clauzetto, Aviano, Azzano Decimo, Pordenone, San Vito Al Tagliamento, Montereale Valcellina, Spilimbergo, Fontanafredda, Frazione di Villa D'arco, Budoia, Sesto Al Reghena, Vito D'asio, Porcia, Pasiano di Pordenone, Maniago, Paludea, Travesio, Pinzano Al Tagliamento, Polcenigo, Cordovado, Sedrano, Erto, Zoppola, Rauscedo, Cimolais, Tramonti di Sotto, Carbona, Tramonti Di Sopra
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