Regierung bringt Flüchtlinge von Lampedusa nach Sizilien

Regierung bringt Flüchtlinge von Lampedusa nach Sizilien
Regierung bringt Flüchtlinge von Lampedusa nach Sizilien

Die Flüchtlingsproblematik auf der kleinen italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa hat dramatische Ausmaße angenommen. Die Kapazitäten des Flüchtlingslagers auf Lampedusa sind erschöpft, nachdem zu den bisherigen Ankömmlingen aus Tunesien nun auch Flüchtlinge aus Libyen kommen. Die Regierung in Rom kündigt nun eine Verlagerung zahlreicher Flüchtlinge von der kleinen Felseninsel Lampedusa nach Sizilien an.

Flüchtlingssituation auf Lampedusa: Kapazitäten vollkommen ausgeschöpft

Allein in der Nacht von Samstag und Sonntag kamen mehr als 1.200 neue Flüchtlinge mit Schiffen und Booten auf die kleine Insel Lampedusa. Damit ist die Zahl der Flüchtlinge, die zum größten Teil aus Tunesien stammen, erneut auf mehr als 5.000 Personen angestiegen.

Italien reagiert auf neue Flüchtlingswelle aus Nordafrika

Die Situation auf Lampedusa ist mehr als angespannt, so dass die Regierung von Italien um Ministerpräsident Silvio Berlusconi nun reagieren muss. Zahlreiche Flüchtlinge müssen aus Platzmangel im Freien übernachten, am Hafen von Lampedusa sind provisorische Zeltdörfer entstanden. Noch am heutigen Sonntag sollen die ersten Flüchtlinge auf Grund der Situation auf Lampedusa verlegt werden. Die Regierung in Rom kündigte an, rund 1.200 Flüchtlinge von der Felseninsel Lampedusa nach Sizilien und auf das italienische Festland zu bringen. Der Plan der italienischen Regierung sieht vor, dass knapp die Hälfte der 1.200 Immigranten per Flugzeug nach Crotone, Foggia und nach Bari zu transportieren. Die andere Hälfte der Flüchtlinge sollen mit Hilfe eines Truppentransporter der italienischen Marine vorerst nach Sizilien gebracht werden. Seit Beginn des Jahres sind mehr als 15.000 Flüchtlinge aus auf der kleinen süditalienischen Insel Lampedusa angekommen. Die Lage wird von Tag zu Tag dramatischer – mittlerweile befinden sich auf der Insel mehr Flüchtlinge als Einheimische.

Italien verhandelt mit Tunesien über Flüchtlingsproblematik

Da die meisten Flüchtlinge auf Lampedusa aus Tunesien stammen, traf sich Franco Frattini, Außenminister von Italien, am vergangenen Freitag mit seinem Amtkollegen aus Tunesien, um eine gemeinsame Lösung für das Problem der illegalen Flüchtlinge zu finden.

Christian Bathen

Foto: Christian Matuschek

Datum: 27.03.2011

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