Italien rechnet mit mehr Flüchtlingen

Italien rechnet mit mehr Flüchtlingen
Italien rechnet mit mehr Flüchtlingen

Die aktuellen Geschehnisse in den nordafrikanischen Ländern Tunesien, Ägypten und Algerien haben nun auch direkte Auswirkungen auf Italien: Mehrere tausend Flüchtlinge sind innerhalb der letzten Tage über das Meer nach Italien gekommen. Die einheimischen Behörden rechnen damit, dass noch viele weitere Flüchtlinge versuchen werden, nach Italien einzureisen. Dies scheint sich auch zu bestätigen, denn die italienische Küstenwache meldet fast schon im Stundentakt ständig neue Boote aus Afrika vor den Küsten von Italien.

Auf der kleinen italienischen Insel Lampedusa im Mittelmeer kamen bis dato bereits rund 3.000 Flüchtlinge aus Afrika an. In kleinen, kaum seetauglichen Booten und Schiffen haben sie die Reise über das Mittelmeer bis nach Italien auf sich genommen. Die meisten dieser Ankömmlinge stammen aus Tunesien, das sich nur knapp 150 Kilometer entfernt von dem Staat in Nordafrika befindet. Auf Grund der ruhigen See, die innerhalb der nächsten Tage erwartet wird, rechnen die Behörden in Italien mit einem weiteren Ansturm von Flüchtlingen.

Die Regierung in Rom hat daraufhin gestern den humanitären Notstand ausgerufen. Die italienische Küstenwache überwacht mit Booten und Flugzeugen das Meer auf der Suche nach weiteren Schiffen. Die Situation könnte von Menschenschmugglern ausgenutzt werden, die sich an der Not der afrikanischen Flüchtlinge bereichern wollen. Zudem befürchtet die italienische Regierung, dass die Situation außer Kontrolle geraten konnte und hat sich aus diesem Grund mit der Bitte um Unterstützung an die Europäische Union gewandt. Einheiten der EU-Grenzschutzagentur „Frontex“ sollen nach Tunesien geschickt werden, um dort Patrouillen entlang der Küste durchzuführen, wie das Außenministerium in Rom bekannt gab. Aktuell scheint es nach Aussage der in Italien angekommen Flüchtlinge so zu sein, dass in den tunesischen Häfen keinerlei Kontrollen mehr in Angriff genommen werden.

Die Flüchtlinge aus Nordafrika werden auf Lampedusa medizinisch versorgt und untersucht, um im Anschluss daran mit Booten und Flugzeugen in Auffanglager auf Sizilien und auf dem italienischen Festland gebracht zu werden.

Christian Bathen

Foto: Andrè Szysnik

Datum: 13.02.2011

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