Doping Razzia im italienischen Radrennsport
Italiens Fahrrad-Rennsport wurde am heutigen Dienstag einem Bericht von spiegel online zufolge einer landesweiten Doping Razzia unterzogen. Nur ein Aufflackern oder ein Zeichen, dass Italien nun wie von den weltweiten Dopingjägern gefordert härter gegen die Radprofis in Sachen Doping vorgehen will? Die nächsten Tage und Wochen werden es zeigen.
Bei der landesweiten Razzia kam es insgesamt zu sechs Festnahmen wegen Dopingverdachts. Unter anderem wurden der italienische Radprofi Enrico Rossi sowie fünf weitere verdächtige Personen in Gewahrsam genommen. Italienischen Medienangaben nach handelt es sich bei den übrigen festgenommenen Verdächtigen um einen Sportjournalisten, zwei Radamateure, einen Apotheker sowie um eine Krankenhauspflegerin. Allen verhafteten Personen soll der Handel mit Dopingmitteln vorgeworfen werden. Marco Vetulli von der Gesundheitspolizei (NAS) nannte die Doping Razzia in Perugia vor der Presse einen „großen Erfolg“ und ein „Zeichen für die Zukunft“.
Wird Doping im italienischen Radsport nun strenger kontrolliert?
Werden Dopingsünder im Radsport in Italien ab sofort härter bestraft? Wird Doping im italienischen Radsport nun strenger kontrolliert? Die Dimension der Razzia zeigt: Italien scheint es ernst zu meinen. Im Rahmen der Doping Razzia wurden Aktionen in insgesamt 40 Objekten durchgeführt. Geleitet von Perugias Staatsanwalt Sergio Sottani, wurden gegen insgesamt 36 Personen Ermittlungen eingeleitet. Dazu zählen 6 Radsportprofis, 15 Amateur-Fahrer, Sportärzte, Betreuer, Apotheker und Kunden von Fitnessstudios. Eine groß angelegte Razzia also, die international aufhorchen ließ und Willen erkennen lässt, sich dem Problem „Doping im Radsport“ entgegen stemmen zu wollen. Ziehen andere europäische Verbände nun nach, oder wird die Aktion nur ein einzelner Tropfen auf einem heißen Stein gewesen sein?
Christian Bathen
Foto: Christian Bathen
Datum: 21.09.2010
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