Mystik und Religion in Umbrien

Franziskus- Basilika: Innenansicht mit Fresken Franziskus- Basilika: Innenansicht mit Fresken

Das Land der Heiligen, des christlichen Glaubens und ihrer Geschichten so könnte man Umbrien beschreiben, wenn man versucht auf Pilgerwegen in Italien unterwegs zu sein. Das Geheimnis der Religion wirkt hier in Umbrien nicht nur frommer wie in anderen Regionen Italien, sondern es hat ein Hauch Mystik, wenn man dann plant, in Umbrien Urlaub zu machen.

Es ist das Mittelalter, welches Umbrien diesen Hauch von Mystik und zugleich anerkennende Weltmacht verlieh. Doch wer verweilt, beispielsweise sich dafür extra eine ruhige Ferienwohnung in Umbrien sucht, um hier jeden Tag zwischen ehrwürdigen Mauern und andächtigen Burgen und Klöstern zu verbringen, kann diese spirituelle Kraft, diese tiefe Religiosität noch heute spüren. Schon in der Antike bekam Umbrien einen Platz in der Götterwelt zugewiesen. Das Orakel der Sybille war namensgebend für die heutigen Monti Sibillini, die Steineichenwälder rund um Perugia wurden Jupiter gewidmet und wer nachfragt, erfährt Todi in der Antike Mars bis auf das Unendliche verehrte.

Doch tiefe Religiosität erfuhr Umbrien mit der Christianisierung. In dieser Zeit begann Umbrien, sowohl wirtschaftlich wie auch kulturell wahrlich aufzublühen. In Italien entwickelte sich die Frömmigkeit fast zeitgleich mit der Kunst und der Kultur. Während in anderen europäischen Ländern, Kunst im Zusammenhang mit Handel eine ungewohnte Bindung einging, zeichnet sich die italienische Kunst im Mittelalter durch Spiritualität und Frömmigkeit aus. Diese Kunst findet man in Form von Fresken, Deckenmalereien und/oder Galerien Umbriens in eigentlich jedem Ort wieder.

Viele dieser Stätten werden als heilig betitelt und erfahren einen hohen Pilgerbesuch. Die wertvollste dieser Pilgerstätten ist die Grotte des Heiligen San Franziskus unweit vor den Toren Assisi. Man will genau hier auch sehr oft die Jungfrau Maria gesehen haben, sodass sich gleich unzählige Marien-Wallfahrtsorte in Umbrien aneinanderreihen zu scheinen. Hier geht der vielleicht wertvollste Tipp in die Nähe von Deruta. In Deruta befindet sich die Wallfahrtskirche Madonna die Bagni.

Letztendlich bleibt an dieser Stelle zu erwähnen, dass man heute im Zeitalter der Medien und des Tourismus, man die Spuren des Heiligen San Franziskus sehr gut nachvollziehen kann und man auf der Route der Assisi vielleicht eines der dunkelsten Mächte einer Bruderschaft zugleich mit auf die Schliche kommen könnte.

Foto: Enit APT Umbria

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