Die Kunst in Friuli Venezia Guilia kulinarische Köstlichkeiten zu zaubern, liegt nicht in der Vielfalt der Gericht und Speisen, sondern vielmehr in der Art, dass bodenständige Erzeugnisse dennoch den Hauch alter und neuer Kulturen lebendig werden lassen. Dem Gaumen munden und wissen, welcher Kultur diese Gericht entstammt, ist der Zauber, der den Köstlichkeiten in Friuli Venezia Guilia den notwenigen Rahmen bietet.
Friuli Venezia Guilia vereint drei große Arten der Küche und achtet dennoch darauf, dass jede ihre Eigenart behält. Und so kann man in Friuli Venezia Guilia, am Kreuzpunkt der Kulturen die sehr wohlbekannte mitteleuropäische, eine durchdachte slawische Küche wie auch eine Friuli Venezia Guiliazianische Küche genießen. Dabei befindet sich beispielsweise der Treffpunkt für die Habsburger und slawische Küche zwischen Triest und Görz.
Viele Gerichte entstammen aus dem, was die Landschaft zu leisten vermag. So arbeitet die regionale Küche der Karnier mit Kräutern, Früchten und Pilzen, die typische friaulische Küche hingegen ist herzhaft und kräftig und dennoch stets unverfälscht. Die Küste hingegen ist übersäet mit Lokalen, Gastronomie von einfach bis Gourmet und man reicht dem Gast das, was das Meer zu leisten versteht. Fisch – und Schalengerichte in tausend Variationen garantiert dabei eine unschlagbare Frische.
Und mit neun D.O.C. Weinbaugebieten und dort mehr als 100 Millionen Flaschen pro Jahr produzierten Weinen mit weltweit anerkannten Etiketten und zwei Meisterweinen, dem Ramandolo und den Picolit wird so manch ein Gourmetessen die Krönung finden.
Friuli Venezia Guilia überzeugt hinsichtlich kulinarisch Reisen mit tausend kleinen Geheimnissen und ebenso mit grandios geführten Weinstraßen und der Schinkenstraße, die letztendlich irgendwann durch San Daniele führt.
Vielleicht probieren Sie in Triest einmal die Jota, eine Gemüsesuppe mit Bohnen, Kartoffeln und Sauerkraut, einen Apfelstrudel, wie sie eigentlich in Wien erwarten würden, Scampi à la Busara oder Stockfisch nach Triester Art. In Görz lässt sich der Pflaumenknödel empfehlen. Ebenso gerne genießt man Patate in tecia oder Kaiserfleisch (eine Scheibe geräuchertem Schweinefleisch mit geriebenem Meerrettich und Sauerkraut). In Karnien sind es Gerichte wie Cjarsons (gefüllte salzige und zugleich süße Ravioli), Savors (Köstlichkeiten aus gehacktem Gemüse) und Sot la Trape (eine hier besonders gereifte Käsesorte).
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