Padua zwischen Freskenkunst, Glauben und Wasserwegen
File:San Rocco e Sant'Antonio da Padova (Rosolina).jpg
Foto: Threecharlie via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Padua verbindet eindrucksvolle Fresken, religiöse Baugeschichte, Wege am Wasser und regionale Esskultur. Wenn Sie für Ihre Reise Kultur, Glauben, Natur und den Alltag einer italienischen Stadt zusammen betrachten möchten, finden Sie hier mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte.
Fresken und Baugeschichte
Der Palazzo della Ragione gehört zu den markanten historischen Bauwerken von Padua. Sein Bau begann 1218; zugleich ist er eine der größten freitragenden Hallen Europas. Im Inneren bewahrt der Palazzo einen mittelalterlichen astrologischen Freskenzyklus mit 333 Bildfeldern. Heute dient das Gebäude als Ort für Ausstellungen und kulturelle Begegnungen und behält eine zentrale Rolle im öffentlichen Leben von Padova.
Die Scrovegni-Kapelle wurde von Giotto zwischen 1303 und 1305 mit Fresken ausgemalt. Die Szenen zeigen Episoden aus dem Leben der Jungfrau Maria und Christi und gipfeln in einem monumentalen Jüngsten Gericht. Zur Reihe Padova Urbs picta gehören neben der Scrovegni-Kapelle sieben weitere Monumente mit bedeutenden malerischen Zeugnissen von vergleichbarem künstlerischem Wert. Ein neues Zugangsgebäude mit klimatisiertem Warteraum ermöglicht auch größeren Besucherströmen den Eintritt und schützt die empfindlichen Fresken.
Kirchen, Medizin und Archäologie
Die Basilica del Santo entstand ab 1231 als Erweiterung der alten Kapelle, in der sich die sterblichen Überreste des heiligen Antonius befanden. Die heute als Cappella delle Benedizioni bezeichnete Kapelle in der Basilica del Santo schmückte Giotto im ersten Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts mit Fresken. Das Oratorio di San Giorgio wurde vollständig von Altichiero da Zevio mit Fresken zu Szenen aus dem Leben Jesu sowie zu Geschichten über den heiligen Georg, die heilige Lucia und die heilige Katharina ausgemalt.
Die Basilica di Santa Giustina wurde als Friedhofsbasilika zu Ehren der Märtyrerin Giustina aus Padova errichtet. Ihre Baugeschichte beginnt in der frühchristlichen Zeit und reicht ohne Unterbrechung über die Renaissance hinaus. Damit begegnen Ihnen in Padua unterschiedliche Schichten religiöser und architektonischer Geschichte, ohne dass sich die Bauwerke auf eine einzige Epoche reduzieren lassen.
Das MUSME befindet sich im Monumentalkomplex des ehemaligen Ospedale di San Francesco Grande, des ersten städtischen Krankenhauses von Padova, das 1414 errichtet wurde. Es vermittelt die Geschichte der Medizin von einer alten Disziplin bis zur modernen Wissenschaft und setzt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die medizinische Schule von Padua. Eine traditionelle Sammlung von Fundstücken verbindet sich mit einem modernen Science Centre; antike Fundstücke, interaktive Exponate, Videos und multimediale Spiele erläutern die Geheimnisse des menschlichen Körpers in der Reihenfolge ihrer Entdeckung im Lauf der Jahrhunderte.
Das Museo Archeologico dokumentiert in 14 Sälen die Siedlungskontinuität im Gebiet von Padova von der Vorgeschichte bis zur römischen Zeit. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus ein breites Spektrum: Sie können einzelne Freskenwerke vertiefen, sakrale Architektur betrachten oder die Entwicklung menschlicher Siedlungen und medizinischen Wissens nachvollziehen.
Wege, Wasser und Pflanzenwelt
Der Cammino di Sant'Antonio ist ein 25 Kilometer langer Weg zwischen Camposampiero und Padova, der die letzte Reise des heiligen Antonius nachzeichnet. Der Weg ist nahezu vollständig ein Fußweg. Pilger, die den Cammino di Sant'Antonio abschließen, erhalten in der Sakristei der Basilica eine lateinische Bescheinigung mit der Unterschrift des Rektors.
Der Anello fluviale di Padova ist eine leichte Wanderung, die an den Porte Contarine beginnt und kurz darauf die Scrovegni-Kapelle erreicht. Anschließend führt der Weg am künstlichen, 11 Kilometer langen Kanal Piovego, an den venezianischen Stadtmauern und am Universitätsviertel entlang. Danach verläuft er an den Kanälen San Gregorio und Scaricatore. Damit steht neben den dicht erzählten Kulturorten auch ein Weg im Zeichen von Kanälen, Mauern und städtischer Landschaft zur Verfügung.
Seine Gewächshäuser simulieren tropische, subhumide, gemäßigte und aride Klimazonen. Dort werden rund 1.300 Pflanzenarten kultiviert, die die Pflanzenwelt unseres Planeten repräsentieren.
Markt, Anreise und Ihre Standortwahl
Der Mercato Sotto il Salone befindet sich unter dem Palazzo della Ragione und gilt als ältestes Handelszentrum der Stadt Padova. Sie finden dort eine große Auswahl an lokalen und regionalen Produkten, darunter Käse, Wurstwaren, Schinken, Fleisch, Fisch, Wein sowie Obst und Gemüse.
Vom Bahnhof von Padova gelangt man bequem zu Fuß ins Stadtzentrum. Für Ihre Tagesplanung ist damit eine konkrete Verbindung zwischen Bahnhof und Zentrum gegeben. Wenn Sie ein Hotel in Padua suchen, können Sie Ihre Schwerpunkte an den beschriebenen Erlebnissen ausrichten: an Fresken und Kirchen, am Cammino di Sant'Antonio, an den Wasserwegen, am Garten der Biodiversität oder am Mercato Sotto il Salone. So bleibt die Unterkunftsentscheidung an Ihrem Reiseprogramm orientiert, ohne einzelnen Häusern Eigenschaften zuzuschreiben.
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