Camposampiero: Heiligtümer, Geschichte und Natur
Unterkünfte in Camposampiero
Camposampiero zwischen Heiligtümern und Landschaft
Camposampiero verbindet religiös geprägte Kultur, mittelalterliche Spuren und eine von Quellgewässern geformte Landschaft. Zugleich eröffnen Wege und Naturgebiete unterschiedliche Möglichkeiten, den Aufenthalt mit Spaziergängen, Radetappen oder naturkundlichen Eindrücken zu verbinden.
Heiligtümer und Kunstgeschichte
Das Santuario del Noce wurde 1432 vom Grafen Gregorio Callegari di Camposampiero in Auftrag gegeben. Im Inneren besitzt es einen Freskenzyklus von Girolamo Tessari (Del Santo), der die dem heiligen Antonius zugeschriebenen Wunder darstellt. Die Apsis wird von einem Altarbild von Bonifacio De Pitati beherrscht. Es zeigt den heiligen Antonius bei der Predigt vom Nussbaum.
Auch das Santuario della Visione ist eng mit der Verehrung des heiligen Antonius verbunden. Es bewahrt die Zelle, in der der Heilige die Vision hatte, das Jesuskind zu umarmen. In Camposampiero steht außerdem die Madonna della Salute, ein Renaissance-Oratorium der Volksfrömmigkeit. Die Festa della Madonna della Salute findet in Camposampiero jährlich am 21. November statt. Als fester jährlicher Termin kann sie bei der Planung eines Besuchs berücksichtigt werden.
Wege, Markt und historische Spuren
Der Ultimo Cammino verbindet die Heiligtümer von Camposampiero mit dem Santuario dell’Arcella und der Basilica del Santo. Der Weg ist etwa 25 Kilometer lang. Bei der eigenen Tagesplanung sollte diese ungefähre Länge als längere Wegstrecke berücksichtigt werden. Der Rad- und Fußweg Treviso–Ostiglia verläuft in der Nähe des Santuario del Noce in Camposampiero.
Auf der Piazza Castello findet jeden Mittwoch ein städtischer Markt statt. Der Termin kehrt damit wöchentlich wieder und ist nicht an ein einzelnes Fest gebunden. Für die Ortsgeschichte steht außerdem der hohe Turm der Torre della Rocca: Er ist das einzige greifbare Zeugnis der mittelalterlichen Vergangenheit von Camposampiero. Camposampiero liegt in der Landschaft der als Graticolato Romano bekannten römischen Zenturiation, die etwa im 1. Jahrhundert v. Chr. angelegt wurde.
Feuchtgebiet Fontane Bianche
Zwischen den Gemeinden Santa Giustina in Colle und Camposampiero liegt das Gebiet Risorgive Fontane Bianche. Zu seinem naturkundlichen Parkbereich gehören die Chiesetta di San Prosdocimo aus dem 18. Jahrhundert und ein von Quellauftrieben geprägtes Feuchtgebiet. Natur und Ortsgeschichte stehen hier in direkter Nachbarschaft: Die Kapelle ergänzt das von Quellauftrieben geprägte Feuchtgebiet um ein Bauwerk. Die Quellgewässer der Risorgive Fontane Bianche prägen dort einen besonderen Lebensraum mit einer artenreichen Flora und Fauna, die teilweise in der Gegend endemisch ist. Das Gebiet wird für naturkundliche Besuche aufgesucht.
Praktische Orientierung vor Ort
Das Gebiet der Santuari Antoniani ist vom Bahnhof Camposampiero zu Fuß in weniger als 10 Minuten erreichbar. Der Bahnhof ist damit ein Ausgangspunkt für den Fußweg zu den Santuari Antoniani. Dort gibt es einen Buchladen, einen Selbstbedienungsbereich für Erfrischungen, Toiletten und einen Trinkwasserbrunnen.
Weitere Ziele zur Orientierung: Feriole, Cornoleda, Cartura, Anguillara Veneta, Vo', Abano Terme, Lissaro, San Giorgio In Bosco.
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