Miasino am Ortasee: Kirchen, Villa Nigra und leichte Wege

File:Affresco Miasino.jpg File:Affresco Miasino.jpg Foto: Civvì via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Miasino zwischen Ortasee und Waldlandschaft

Miasino ist ein Hügeldorf am Ostufer des Ortasees, umgeben von Kastanienwäldern und grünen Wiesen. Rund um den Ort verlaufen leichte Wege durch Buchen- und Kastanienwälder sowie große Wiesen. Dabei lassen sich verschiedene Vogelarten und Rehe beobachten. Wenn Sie Miasino zu Fuß erkunden, reicht das Spektrum damit von Naturbeobachtung bis zur Betrachtung einzelner Bau- und Kunstwerke.

Sakrale Kunst in mehreren Bauphasen

Die Kirche San Rocco wurde 1566 auf den Resten einer romanischen Kapelle errichtet und 1627 nach einem Entwurf des Mailänder Architekten Richini erweitert. Im Inneren finden sich barocke Werke sowie Gemälde von Giorgio Bonola, G. C. Procaccini, Giuseppe Zanatta und G. B. Cantalupi. Während religiöser Feiern ist San Rocco frei zugänglich.

Die Pfarrkirche San Pietro entstand im 17. Jahrhundert nach einem Entwurf des Architekten Andrea Biffi auf Grundlage einer früheren romanischen Kirche. Spuren dieser Vorgängerin sind im Fundament des schiefen Glockenturms und in der halbkreisförmigen Apsis sichtbar. Zur Ausstattung gehören Fresken aus dem 18. Jahrhundert von L. Rossetti und S. Bianchi, eine Ikone von Scaramuzza sowie Gemälde von Luigi Garzi und Giorgio Bonola.

San Gottardo begann im 16. Jahrhundert als barocke Kapelle und wurde im folgenden Jahrhundert nach einem Entwurf des Architekten Andrea Biffi vollständig umgestaltet. Ein Chorfresko mit einer Heiligengalerie wird Fermo Stella da Caravaggio zugeschrieben. Alle 25 Jahre tragen die Gemeindemitglieder am Tag vor dem Fest der Kreuzerhöhung im September die Statue des Kruzifixes in einer Prozession zur Pfarrkirche San Gottardo; am folgenden Tag bringen sie sie feierlich zum Castello zurück.

Oratorien und Villa Nigra

Das Oratorio di San Carlo wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts als einschiffiger, viereckiger Bau mit einem Säulenportikus und einer Fassade mit Bögen errichtet. Ebenfalls zu Beginn des 17. Jahrhunderts entstand das Oratorio di Santa Maria im Zentrum von Miasino; es besitzt Dekorationen aus dem 20. Jahrhundert von Rinaldi.

Die Villa Nigra im Zentrum von Miasino wurde im 16. Jahrhundert als elegante ländliche Residenz errichtet. Zwischen 1680 und 1725 wurde sie barock erweitert; dabei entstanden ein Baukörper mit doppelter Loggia und ein neuer Flügel. Villa Nigra wird für öffentliche Kunstausstellungen, kulturelle Begegnungen und Konzerte genutzt. Alle Ausgaben des Festivals Miasino Jazz fanden im Ehrenhof der Villa Nigra statt.

Archäologische Spuren und ein botanischer Garten

In der Ortslage Campello wurde ein eisenzeitliches Grab entdeckt. Dazu gehörte ein Terrakottagefäß mit einer vorromischen Inschrift in nordetruskischen Schriftzeichen und in der Sprache der Lepontier.

Der Giardino dei Semplici verfügt seit 2018 über Informationstafeln zu den Heilwirkungen der Pflanzen. Sitzgelegenheiten laden Besucher dazu ein, dort zu verweilen und sich zu entspannen.

Weitere Orte zur Reiseplanung

Ergänzend können Sie Orta San Giulio, Oleggio, Borgolavezzaro, Silvera, Invorio Inferiore, Casaleggio Novara, Cavallirio und Casalino in Ihre Reiseplanung einbeziehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Novara.

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