Invorio Inferiore: Kirchen, Burggeschichte und Wege im Alto Vergante
Invorio Inferiore bündelt sakrale Architektur, Spuren der Visconti-Burg und Wege durch den Landschaftsraum Alto Vergante. Kirchen, Spuren der Visconti-Burg, lokale Bräuche und der weit gefasste Landschaftsraum des Alto Vergante geben dem Aufenthalt unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte.
Sakrale Orte und Spuren der Visconti
Besonders markant ist das Santuario della Madonna del Castello. Es steht auf einem Berg, der Invorio Superiore überragt, und wurde auf den Überresten einer Burg der Visconti errichtet. Als Oratorium ist es der Seligen Jungfrau Maria vom Gürtel gewidmet.
Die Parrocchiale di San Giacomo wurde 1689 fertiggestellt und ist dem Schutzpatron San Giacomo gewidmet. Im Presbyterium fällt ein sternförmiges Mosaik auf dem Fußboden auf. Der Zugang ist während der Gottesdienste gestattet.
Zur Geschichte Invorios gehört außerdem die Torre viscontea. Sie ist der am besten erhaltene Teil eines Komplexes von Gebäuden aus dem 12. und 13. Jahrhundert, die die Visconti-Burg von Invorio bildeten. Die Torre befindet sich in Privatbesitz und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
In Invorio Superiore steht die Chiesa di San Rocco, ein typisches Bauwerk des 17. Jahrhunderts. Mit diesem Ort sind auch jüngere Erinnerungen an religiöse Bräuche verbunden: Bis vor wenigen Jahren gehörte zur morgendlichen Messe die Tradition der Tiersegnung. Am 16. August wurde dort einmal jährlich eine Messe gefeiert.
Erinnerungsorte in Barquedo und Talonno
In Barquedo wird in der Chiesa dei Santi Grato e Maurizio die Madonna „Stella Matutina“ verehrt. Ein anderes historisches Zeichen ist die Colonna degli Appestati: eine Granitsäule mit einem Eisenkreuz an der Spitze. Ihre Inschrift berichtet, dass die Einwohner von Invorio nach der Beisetzung der Pesttoten von 1630 und 1631 in einem Gemeinschaftsgrab dieses Denkmal 1650 errichteten. Über die Via Barro erreicht man die Säule.
In Talonno steht die Chiesa di San Germano. Die Kirche wurde 1591 erstmals erwähnt; damals war sie ein kleines Oratorium neben einem antiken Turm. 1750 wurde sie unter Verwendung von Steinen des früheren Bauwerks erweitert. In Talonno steht die Chiesa di San Germano auf der Kuppe des Hügels über dem Ort, an einem sonnigen und aussichtsreichen Platz.
Santa Maria del Barro liegt auf der Kuppe einer weitläufigen Hochebene. In der Apsis trägt ein Stein die Jahreszahl 1484. Zur lokalen Tradition Festa d'la flora trifft man sich am 1. Mai auf der Hochebene über Invorio zu einem Frühstück im Freien.
Landschaft, Wege und praktische Orientierung
Der Alto Vergante bezeichnet den Hochlandbereich am Fuß des Mottarone. Er erstreckt sich zwischen der Gemeinde Invorio und dem Ortsteil Levo von Stresa.
Auf den Wegweisern ist die Dorsale del Vergante mit einem „V“ markiert. Die Route verbindet Gignese mit Invorio und führt bergab bis nach Invorio Inferiore in die Nähe der Abzweigung zum Ortsteil Mornerona.
Eine weitere konkrete Wegangabe betrifft die Falesia di Invorio Superiore. Vom Wegweiser „Palestra di Roccia“ führt ein Weg in fünf Minuten zur Basis der Felswand. Die Falesia wurde mit eng gesetzten rostfreien 10-mm-Bohrhaken und einem Karabiner zum Ablassen ausgestattet und für Kurse empfohlen.
Das Pannello panoramico di Via Marconi ist entlang des erhöhten Gehwegs an der Via Marconi frei zugänglich.
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