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Fumone: Castello, Kirchen und Lago di Canterno

Unterkünfte in Fumone

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Fumone verbindet mittelalterliche Baugeschichte, kirchliche Kunst und eine naturbezogene Landschaft. Wenn Sie Italien nicht nur über bekannte Städte, sondern über konkrete Orte und ihre Geschichte kennenlernen möchten, bietet die Gemeinde mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: das Castello Longhi - De Paolis mit seinen Gärten, bedeutende Kirchen, den Lago di Canterno sowie Wege und Veranstaltungen mit historischem oder naturkundlichem Schwerpunkt.

File:03010 Fumone, Province of Frosinone, Italy - panoramio.jpg File:03010 Fumone, Province of Frosinone, Italy - panoramio.jpg Foto: asocio via Wikimedia Commons, CC-BY-3.0

Castello Longhi - De Paolis und die Hängenden Gärten

Ein offizielles Dokument aus dem Jahr 962 n. Chr. belegt erstmals die Existenz des Castello Longhi - De Paolis. Die Anlage diente zunächst als militärische Festung und päpstliches Gefängnis, bevor sie zum Herrschaftssitz der Familie Longhi wurde. In dieser Abfolge liegen mehrere klar unterscheidbare Kapitel: Wehrbau, Gefängnis und Familiensitz gehören zur Geschichte desselben Castello.

Zu den besonderen historischen Bezügen zählen die Hängenden Gärten des Castello Longhi - De Paolis. Sie wurden nach dem Erwerb der antiken Rocca durch Marchese Giovanni Longhi im Jahr 1588 angelegt und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts fertiggestellt. Für Ihre Reiseplanung lässt sich das Castello damit zeitlich weit auffächern: Seine Existenz ist seit dem frühen Mittelalter belegt, während die Gärten eine spätere Gestaltungsphase sichtbar machen.

Kirchen mit mittelalterlichen und barocken Spuren

Die Chiesa Collegiata della Santissima Maria Annunziata stammt aus dem 12. Jahrhundert. Im Jahr 1781 erhob Papst Pius VI. sie zur Stiftskirche. Im Inneren befindet sich ein von Buttaragi geschaffenes Verkündigungsbild aus dem Jahr 1786. Im Hauptschiff sehen Sie außerdem ein Fresko, das den Tod von Papst Coelestin V. darstellt. Bauzeit, kirchliche Erhebung und die beiden Bildwerke eröffnen hier verschiedene Zugänge zu Architektur, Religionsgeschichte und Kunst.

Auch die Chiesa di San Gaugerico führt in eine ältere Bauschicht zurück. Sie wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts unter Verwendung der Baustrukturen einer älteren Kirche errichtet. Ihr gotisches Portal besitzt einen Spitzbogen und mehrere Profilierungen. Gerade diese präzisen Merkmale machen die Kirche für Besucher interessant, die an historischen Bautechniken und am Wechsel zwischen älteren und späteren Gebäudeteilen aufmerksam entlanggehen möchten.

Lago di Canterno und geschützte Landschaft

Der Lago di Canterno liegt im Gebiet von Fumone und erstreckt sich über die Gemeindegebiete von Ferentino, Fiuggi, Fumone und Trivigliano. Der Karstsee ist etwa 1,1 km² groß, hat einen Umfang von 5 km und eine wechselnde Tiefe von etwa 15 bis 25 m. Er ist Teil eines regionalen Naturschutzgebiets, das zum Schutz eines landschaftlich bedeutsamen, artenreichen Gebiets mit Flora und Fauna eingerichtet wurde.

Am Lago di Canterno wurde die Ankunft von Feuchtgebietsvögeln wie Graureiher, Teichralle und Purpurreiher festgestellt. Der See steht damit nicht nur für eine markante Landschaftsform, sondern auch für einen Naturraum, in dem unterschiedliche Lebensräume und Vogelarten zusammenkommen. Wenn Sie Kultur und Natur in einer Reise verbinden möchten, bildet dieser Themenbereich einen eigenständigen Schwerpunkt neben dem historischen Fumone.

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Wege für unterschiedliche Tagespläne

Der vierstündige Sentiero antico Rivellino folgt dem früheren befestigten Zugangsweg zum Castello Longhi - De Paolis. Ein sechsstündiger naturkundlicher Rundweg verläuft an den Ufern des Lago di Canterno durch die Oasi Naturale „Lago di Canterno“ und soll Besucher unter größtmöglicher Sicherheit durch das Gebiet führen. Die unterschiedlichen Zeitangaben helfen Ihnen, den geplanten Umfang einer Wanderung zu vergleichen: Der eine Weg richtet den Blick auf den früheren Zugang zur Festung, der andere auf Seeufer und Naturschutzgebiet.

Geschichte als lebendige Darstellung

Castri Fumonis Ludi ist eine historische Nachstellung in Fumone, die an den versuchten Angriff Heinrichs VI. auf die Festung von Fumone im Jahr 1186 n. erinnert. Während der Castri Fumonis Ludi verwandelt sich Fumone in ein mittelalterliches Dorf, in dem verschiedene Fraktionen bewaffnete Auseinandersetzungen aufführen. Die Veranstaltung stellt damit nicht nur ein einzelnes historisches Ereignis in den Mittelpunkt, sondern verbindet es mit einer Darstellung des Ortes als mittelalterlicher Dorfszene.

Panata bei den Patronatsfeierlichkeiten

Ein eigener Ausdruck lokalen Charakters zeigt sich bei den Patronatsfeierlichkeiten zu Ehren des heiligen Sebastian. Dabei wird Panata in den kommunalen Grottoni verteilt und dort verzehrt. Die Grottoni und das gemeinsame Essen gehören hier unmittelbar zum beschriebenen Festgeschehen und ergänzen die historischen und landschaftlichen Eindrücke um einen kulinarischen Bezug.

Weitere Ziele im selben Destinationsraum finden Sie mit Filettino, Strangolagalli, Sant'elia Fiumerapido, Acuto, Alvito, Ausonia, Pico und Campoli Appennino.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Frosinone.

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