Gasponi: Kirchen, Geschichte und lokale Traditionen

Gasponi verbindet Kirchen, Landschaft und lokale Kultur. Zu den historischen Spuren gehören sakrale Bauten und alte Wehrtürme ebenso wie Felsgräber, Wasserwirtschaft, Seidenhandwerk und Festtage.

Kirchen und historische Spuren

Die Pfarrei von Gasponi ist San Acendino gewidmet. Die Chiesetta Santa Domenica liegt im bewohnten Ortsbereich und wurde vor 1500 in byzantinischen Formen errichtet. Nach einer längeren Phase des Verfalls wurde sie zu Beginn des 18. Jahrhunderts erneut geweiht.

Die Glocke der alten Pfarrkirche von Gasponi trägt die Jahreszahl 1593 und die Inschrift „Michael salicola me fecit“. Im 17. und 18. Jahrhundert verfügte Gasponi über drei Wehrtürme zum Schutz seines Gebiets vor wiederholten Einfällen der Barbaresken und der Türken.

Auf dem Hügel Cardillo und auf einem großen Teil der dahinterliegenden Hochebene liegen in den Fels gehauene Gräber. Jenseits des Cardillo-Gebiets in Richtung Sant’Agata sind zahlreiche weitere Felsgräber gut sichtbar. Im Gebiet Petti di Gasponi befinden sich Reste von Höhlen, die eine mittelalterliche basilianische Felsgemeinschaft beherbergten.

Wasser, Mühlen und Seide

Das reichlich vorhandene Wasser in Gasponi wurde zur Bewässerung von Gärten und Obstgärten genutzt; talwärts fließendes Wasser versorgte mehrere Mühlen. Im 17. Jahrhundert war in einem Wäldchen nahe der historischen Straße von Gasponi eine Wassermühle in Betrieb. Ihre größtenteils im Boden verschütteten Ruinen sind seit Langem zum Talgrund hin abgerutscht.

Seide wurde in Gasponi im 17. und im 18. Jahrhundert hergestellt und gehandelt.

Festtage und lokale Süßspeise

Die Sagra del Dolce ist eine seit über 40 Jahren bestehende Tradition und findet am 13. August statt. Ins Leben gerufen wurde sie, um die traditionelle und historische Süßspeise Vrazza aus Gasponi bekannt zu machen. Ein Patronatsfest zu Ehren des heiligen Sant’Acindino ist in Gasponi am 3. November belegt. Der 13. August liegt im Sommer, der 3. November im Herbst; für eine festbezogene Reiseplanung ergeben sich daraus zwei klar getrennte Termine.

Orientierung zwischen Tropea und Cardillo

Die Straßen rund um Gasponi zeigen unterschiedliche Geländeprofile. Die Straße nach Tropea führt zunächst durch ebenes, leicht abfallendes Agrarland, verläuft anschließend mit stärkerem Gefälle durch felsiges Gelände und erreicht Tropea von Südosten. Eine weitere Straße führt von Gasponi mit stetiger Steigung zur Anhöhe Cardillo. Die Verbindung nach Tropea fällt nach dem Agrarland stärker ab; die nach Cardillo steigt stetig.

In Drapia führt vor dem Ort eine kleine unbefestigte Straße nach etwa 300 Metern Fußweg zu der gut erhaltenen Wassermühle Il Mulino di Ciccio u Mulinaru. Die Mühle bei Gasponi ist dabei deutlich weniger gut erhalten als die Wassermühle Il Mulino di Ciccio u Mulinaru in Drapia.

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