Filandari entdecken: Kirchen, Feste und Pecorino del Monte Poro

File:Uliveto a filandari.JPG File:Uliveto a filandari.JPG Foto: filandariweb.com via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Filandari verbindet die Höhenlage am Monte Poro mit dem Blick in das Mesima-Tal und mehreren religiösen, historischen und kulinarischen Themen. Die Gemeinde liegt an den östlichen Hängen des Monte Poro, auf etwa 500 Metern über dem Meeresspiegel. Zugleich liegt sie nahe den ehemaligen Befestigungsanlagen des Stadtstaates Mesima und hat von diesem Ort ein historisches und kulturelles Erbe übernommen.

Kirchen und historische Spuren

In Filandari wird am 1. Juni 1530 eine Pfarrkirche Santa Marina erwähnt. Die frühere Kirche Santa Marina wurde ab etwa 1740 errichtet, 1750 geweiht und 1753 fertiggestellt; sie hatte sieben Altäre und zwei Schiffe. Nach schweren Schäden durch das Erdbeben vom 28. Dezember 1908 begannen um 1925 Abriss und Neubau der heutigen Kirche Santa Marina. Die heutige Kirche wurde am 1. November 1933 geweiht und für den Gottesdienst geöffnet.

Auch in Arzona führt eine Geschichte zur Madonna della Misericordia. Das Heiligtum wurde beim Erdbeben von 1783 zerstört; seine Überreste wurden 1902 entdeckt und lokalisiert. Ebenfalls 1902 traf in Arzona ein Bildnis von Maria SS. della Misericordia ohne Absender und aus unbekannter Herkunft ein. Daraufhin begannen die Einwohner, eine der Madonna gewidmete Kirche zu errichten.

Zur älteren Ortsgeschichte gehört die Überlieferung, dass um 850 n. Chr. ein Handwerker griechischer Herkunft in der Gegend von Filandari eine Spinnerei und Weberei eingerichtet haben soll. Diese Handwerkskunst breitete sich später in den benachbarten Orten des Staates Mesima und im Vibonese aus. Auch der griechische Ortsname Filandari wird mit den sarazenischen Einfällen des 9. Jahrhunderts in Verbindung gebracht.

Feste zwischen Santa Marina und Arzona

Der Festkalender ist eng mit Santa Marina verbunden. Das Fest der Santa Marina Vergine wird in Filandari am 17. Juli gefeiert. Dazu gehört eine feierliche Prozession durch die Straßen von Filandari, bei der Gläubige die Statue der Heiligen tragen. Die „calata“ oder „scinduta“ bezeichnet beim Kult um Santa Marina das Herablassen der Statue am Abend des 15. Juli aus ihrer Nische in die Mitte der Gemeinde.

In Arzona wird die Madonna della Misericordia jedes Jahr am zweiten Sonntag im August gefeiert. Damit liegen in Filandari und Arzona zwei religiös geprägte Termine im sommerlichen Jahreslauf.

Höhle und regionale Spezialität

Für einen Besuch mit naturbezogenem oder spirituellem Interesse ist die Höhle der „Milchtränen“ relevant. Sie ist über einen abwärts führenden Weg links vom Kalvarienberg erreichbar.

Zum lokalen Profil gehört außerdem der Pecorino del Monte Poro DOP: Filandari liegt im offiziellen Erzeugungsgebiet. Der Käse wird aus Schafsmilch hergestellt. Je nach Reifezeit ist er als „frisch“ mit 20 bis 60 Tagen, „halb gereift“ mit 61 Tagen bis 6 Monaten oder „gereift“ mit 6 bis 24 Monaten erhältlich.

Für die Wahl eines Hotels oder einer anderen Unterkunft können Sie Filandari nach Ihren Schwerpunkten einordnen: historische Kirchen und die Geschichte von Mesima, die Feste im Juli und August, der Weg zur Höhle oder die regionale Spezialität Pecorino del Monte Poro. So lässt sich die Reiseplanung an Kultur, religiösen Terminen, Naturinteresse und regionaler Küche ausrichten, ohne die Themen des Ortes auf einen einzigen Aufenthaltstyp zu reduzieren.

Für den Vergleich weiterer Ziele können Sie auch Limbadi, Vallelonga, Longobardi, Zungri, Filadelfia, Mongiana, San Costantino Calabro und San Nicolò Di Ricadi betrachten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vibo Valentia.

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