San Nicolò Di Ricadi: Küste, Geschichte und lokale Kultur
San Nicolò Di Ricadi liegt an den letzten Hängen des Poro, die zum Meer von Capo Vaticano abfallen. Capo Vaticano liegt im Ortsteil San Nicolò der Gemeinde Ricadi. Vom Glockenturm der Kirche von San Nicolò reicht der Blick zum Capo Vaticano, über die Landschaft und bis zu den Äolischen Inseln. So verbindet der Ort Hanglandschaft, Meer und weite Ausblicke mit Stränden, regionaler Kultur und historischen Spuren.
Zwischen Costa degli Dei und stillen Buchten
Vom Belvedere del Capo geht der Blick über den Golf von Gioia Tauro und Sizilien. Die Küste von Capo Vaticano bis Tropea ist als Costa degli Dei bekannt. Ein besonders markanter Küstenabschnitt ist der Strand Grotticelle, der aus drei zusammenhängenden Stränden besteht. Die Strände unterhalb des Vorgebirges von Capo Vaticano sind häufig nur über schmale Wege oder auf dem Seeweg erreichbar. Das ist für Ihre Planung ebenso wichtig wie die reizvolle Verbindung aus Aussicht und Meereslandschaft: Nicht jeder Strand ist auf dieselbe Weise zugänglich.
Ausblicke und maritime Erlebnisse
Ein Spaziergang zum Leuchtturm auf der Spitze von Capo Vaticano führt zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Stromboli und die Äolischen Inseln. Der Leuchtturm von Capo Vaticano am Belvedere del Capo wurde 1870 erbaut. Am Capo Vaticano werden Bootsausflüge und Tauchgänge unter Wasser angeboten. Im Umfeld von San Nicolò ist die Fiumara della Ruffa von Brivadi aus über alte Wege oder einen steilen, unebenen Maultierpfad erreichbar. Die unterschiedlichen Wege und Aussichtspunkte sprechen daher sowohl Besucher an, die Küstenblicke suchen, als auch Reisende, die einen aktiveren Ausflug einplanen.
Museen zwischen Meer und Landschaft
Das Museo del Mare in Capo Vaticano ist in einem ehemaligen Beobachtungsposten der italienischen Marine untergebracht, der bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts als „Tagesleuchtturm“ diente. Das Museum zeigt von Einwohnern aus Ricadi und umliegenden Gemeinden gestiftete Ausrüstung für Fischerei und Schifffahrt. Zum Außengelände gehören zwei Holzboote und ein mehr als 2.000 m² großer Garten mit einem Lehrpfad zur mediterranen Flora. Im Gebiet von Capo Vaticano ist die Torre Ruffa der einzige noch bestehende der vier Küstentürme.
Kirche, Erinnerung und Ortsgeschichte
Die Chiesa di San Nicola in San Nicolò ist eine einschiffige Kirche und beherbergt einen Kreuzweg von 1779 aus der Schule von Tropea. In San Nicolò sind sichtbare Reste frühchristlicher Nekropolen vorhanden. Die antike Kirche San Nicola in San Nicolò wurde beim Erdbeben von 1783 zerstört. Bei der Villa Toraldo steht an der Provinzstraße eine alte Kapelle zu Ehren des heiligen Nicola als Erinnerung an die frühere Kirche. Das Fest des heiligen Nicola in San Nicolò wird am 6. Dezember gefeiert. Zusammen mit dem Blick vom Kirchturm entsteht so ein geschichtlicher Zugang zum Ort, der religiöse Kunst, ältere Siedlungsspuren und heutiges lokales Brauchtum miteinander verbindet.
Die rote Zwiebel von Tropea
Das Museo della Cipolla Rossa di Tropea IGP liegt nahe dem Bahnhof San Nicolò di Ricadi in einem ausgedehnten Anbaugebiet roter Zwiebeln. Der erste Saal zeichnet den Anbau roter Zwiebeln von den ersten Nachrichten aus dem späten 18. Jahrhundert bis zum Ende des 20. Jahrhunderts nach und zeigt Handelsgegenstände. Der zweite Saal zeigt den traditionellen Anbau von der Blüte bis zum Samen, den Freilandanbau und die „treccia“-Methode. Damit ergänzt die lokale Spezialität die Küsten- und Kulturthemen um einen Einblick in die landwirtschaftliche Prägung der Umgebung.
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