San Costantino Calabro zwischen Dorfgeschichte und kalabrischer Landschaft
San Costantino Calabro verbindet ein streng geordnetes Ortsbild mit einer ländlichen Landschaft und historischen Spuren, die weit über den Wiederaufbau des heutigen Dorfes hinausweisen. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, in dem sich kalabrische Ortsgeschichte, Landschaft und regionale Küche auf engem thematischem Raum begegnen.
Ein Ortsbild mit klarer Geschichte
Nachdem das Dorf durch das Erdbeben von 1873 vollständig zerstört worden war, wurde San Costantino Calabro weiter bergauf mit rechtwinklig angeordneten Straßen nach dem Vorbild eines römischen Castrums wiederaufgebaut. Kleine Baublöcke und enge Straßen prägen die Ortschaft. Gerade diese Verbindung aus geplantem Grundriss und kompakter Bebauung gibt der Orientierung im Ort einen klaren historischen Rahmen.
Landschaft über den Tälern
Das ländliche Landschaftsbild im Gemeindegebiet umfasst Olivenhaine, Weinberge, Zitrusanbau und Ackerflächen, die sich häufig entlang der Höhenlinien erstrecken. Zugleich ist das Gebiet von Taleinschnitten geprägt. San Costantino Calabro liegt auf mehr als 400 Metern über dem Meeresspiegel in einer Gegend mit zahlreichen Natursehenswürdigkeiten.
Spuren von Byzanz bis zum Palazzo
Die Ursprünge von San Costantino Calabro reichen vermutlich in die byzantinische Herrschaftszeit in Kalabrien zurück, die mit den frühen Jahren des 6. Jahrhunderts begann und mit der Ankunft der Normannen endete. Das erste Dorf wurde vermutlich von basilianischen Mönchen um ein Cenobium, also ein Mönchskloster, gegründet. In der Ortschaft Ninera befindet sich eine Nekropole mit einem griechisch-römischen Bauernhof. Der Palazzo Lombardi Comite wurde in der Zeit nach dem Erdbeben von 1783 errichtet.
Auch die Überreste des sogenannten Loco di Comerconi liegen im Gemeindegebiet. Dabei handelt es sich um einen im 15. Jahrhundert errichteten Siedlungsverband. Für kulturinteressierte Besucher ergibt sich so ein Bogen von vermuteten byzantinischen Ursprüngen über klösterliche Gründung und antike Landwirtschaft bis zu späteren Siedlungs- und Bauzeugnissen, ohne dass die einzelnen Epochen zu einer einzigen Geschichte verschmelzen.
Lokale Küche und festliche Termine
Zur lokalen Küche gehört Pitta Chjina: ein im Holzofen gebackener Brotteig mit einer Füllung aus Tomatensauce, Oliven, gerösteten Paprikaschoten, Thunfisch und Sardellen. Bei der Sagra della Pitta Chjina wurden außerdem Fileja mit Tomatensauce und ’Nduja angeboten. Die 29. Ausgabe der Sagra della Pitta Chjina war in San Costantino Calabro für Samstag, den 2. August, ab 20:30 Uhr angesetzt.
San Costantino Vescovo wird am 21. Mai als Schutzpatron von San Costantino Calabro gefeiert. Mit dem Ort ist außerdem die XXXVI. Ausgabe der Theaterreihe Sancostantinese verbunden. Diese beiden Bezüge ergänzen die historischen und kulinarischen Themen um religiöse Feiertradition und Theater.
Orientierung für Ihre Reiseplanung
Der Zugang zum Gemeindegebiet erfolgt über die Staatsstraße S.S. 18 zwischen Mileto und Vibo Valentia. So lässt sich die gewünschte Mischung aus Ortsgeschichte, Landschaft, Archäologie und Küche gezielter mit Ihrer Reiseplanung verbinden.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.comWeitere Reiseziele für Ihre Recherche
Francavilla Angitola, Zungri, Zambrone, Monterosso Calabro, Maierato, Ciaramiti, Mandaradoni und Filogaso.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vibo Valentia.