Capo Vaticano zwischen Küste, Geschichte und Meer
Capo Vaticano verbindet eine markante Küstenlandschaft mit einer ungewöhnlich vielfältigen Geschichte. Der Ort gehört zur Costa degli Dei, dem Küstenabschnitt, der von Capo Vaticano im Ortsteil San Nicolò der Gemeinde Ricadi bis nach Tropea verläuft. Das Vorgebirge erreicht eine maximale Höhe von 124 Metern.
Strände, Terrassen und mediterrane Landschaft
Der Strand von Grotticelle ist ein langer Sandstrand mit sehr hellem Sand und besteht aus drei zusammenhängenden Stränden. Die Strände unterhalb des Vorgebirges von Capo Vaticano sind dagegen häufig nur über schmale Wege oder auf dem Seeweg erreichbar. Die unterschiedlichen Zugangsarten gehören damit ebenso zum Küstenbild wie die alten Weinberge auf den Erdterrassen. Bauern gewannen diese Terrassen mit Trockenmauern aus dem Fels; sie fallen sanft zum Meer hin ab.
Auch der Park Garden of the Gods fügt der Landschaft eine eigene botanische Facette hinzu. Er besteht aus Sträuchern und aromatischen Pflanzen, die im Mittelmeerraum endemisch sind. Für ruhige Naturbeobachtungen ergänzen solche Landschaftselemente die stärker vom Meer geprägten Strand- und Aussichtserlebnisse.
Weite Blicke am Capo
Der Belvedere del Capo öffnet sich zum Golf von Gioia Tauro und nach Sizilien. Von dort sehen Sie die Äolischen Inseln, die Straße von Messina sowie die sizilianische Küste mit dem Ätna. Der Leuchtturm von Capo Vaticano liegt 100 Meter über dem Meeresspiegel und wurde 1870 erbaut. Ein Spaziergang zum Leuchtturm auf der Spitze des Vorgebirges führt zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Vulkan Stromboli und die Äolischen Inseln bei Sonnenuntergang.
Museo del Mare und Spuren vergangener Zeiten
Das Museo del Mare befindet sich in einem ehemaligen Beobachtungsposten der Marine, der bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts als Tagesleuchtturm diente. In zwei Sälen werden Geräte für Fischfang und Schifffahrt ausgestellt, die von Einwohnern Ricadis und umliegender Orte gespendet wurden. Hinzu kommen Ausstellungen zur Meeresbiologie mit mediterranen und exotischen Muscheln sowie Fischen, Weichtieren, Krebstieren und Walknochen.
Mit Torre Ruffa besitzt Capo Vaticano außerdem ein markantes Zeugnis der Küstenbefestigung. Der Turm wurde als letzter Turm erbaut; der gegen Ende des 16. Jahrhunderts entstandene Codice Carratelli stellt ihn noch im Bau dar. Torre Ruffa ist der einzige dieser Küstentürme, der noch erhalten ist. An der Baia di Santa Maria wurde die dortige Kirche im 17. Jahrhundert zu einer Landkirche für Bauern und Fischer des angrenzenden Dorfes. Im 18. Jahrhundert wurde sie aus Verehrung für Maria SS. di Loreto erweitert.
Auf dem nördlichen Vorgebirge, das die Baia di Santa Maria abschließt, befand sich eine griechische Siedlung. Sie wurde vom 5. Jahrhundert v. Chr. bis in die ersten Jahrzehnte des 3. Jahrhunderts v. genutzt; bei Ausgrabungen geborgene Keramikfunde zeugen davon. In der Baia di Santa Maria wurde außerdem in den 1980er-Jahren ein römisches Amphorendepot aus dem 2. bis 1. Jahrhundert v. entdeckt.
Capo Vaticano vom Wasser aus erleben
Eine Bootstour von Tropea in Richtung Capo Vaticano führt zu Buchten, die nur auf dem Seeweg erreichbar sind, und umfasst drei Stopps von jeweils 20 Minuten. Der Stopp der Tropea–Capo-Vaticano-Tour in Capo Vaticano umfasst eine Panoramafahrt entlang Praja di Fuoco und Grotticelle. Damit lässt sich die Küste aus einer Perspektive betrachten, die von den Wegen am Vorgebirge verschieden ist.
Welche Lage zu Ihrer Reise passt
Die Verbindung aus Grotticelle, schwer zugänglicheren Uferbereichen, Aussichtspunkten, historischen Türmen und archäologischen Spuren bietet mehrere Ansatzpunkte für Ihre Reiseplanung. Wenn Sie ein Hotel auswählen, können Sie zunächst entscheiden, ob für Sie vor allem der Strand, Spaziergänge zum Leuchtturm, maritime Kultur, Landschaft oder ein Ausflug auf dem Wasser im Mittelpunkt stehen soll. Die konkrete Lage Ihrer Unterkunft lässt sich so an den Erlebnissen ausrichten, die Sie in Capo Vaticano besonders interessieren.
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Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie auch Drapia, Torre Marino, Acquaro, Francavilla Angitola, San Costantino Calabro, Pannaconi, Nicotera Marina und Ciaramiti einbeziehen.
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