Tortora Marina zwischen Küste und Blanda

Küste und Landschaft von Tortora Marina

Die Küstenebene von Tortora Marina wird von den Schwemmfächern des Fiume Noce und der Fiumarella Tortora gebildet. Zum Küstenbereich gehören ein Teil der Mündung des Fiume Noce sowie etwa 800 Meter Strand, die sich in südöstlicher Richtung erstrecken. Der Strandabschnitt führt damit vom Mündungsbereich aus nach Südosten und bildet einen klar beschriebenen Teil der Küstenebene.

Der strandnahe Hinterstrand von Tortora Marina weist zwei Reihen äolischer Dünen auf. Eine Reihe besteht aus mobilen Dünen, die andere wird durch niedrige, buschförmige Küstenvegetation stabilisiert. Die Dünen liegen unmittelbar hinter dem Strand und bilden dort einen eigenen Landschaftsbereich neben der Uferzone.

Die ausgestatteten Strandbäder am Strand von Tortora Marina bieten Sonnenschirme und Liegen. Hinzu kommen gastronomische Angebote, Duschen und der Verleih von Tretbooten. Damit sind an diesem Strandabschnitt sowohl die Küstenlandschaft als auch konkrete Einrichtungen für den Aufenthalt am Meer vorhanden.

Archäologische Zeugnisse und historische Orte

Im historischen Zentrum von Tortora befindet sich das Museo Archeologico di Blanda im Palazzo Casapesenna. Dort sind seit 1990 geborgene Funde und didaktische Tafeln zu sehen. Der Museumsstandort liegt im Palazzo Casapesenna im historischen Zentrum von Tortora.

Die paläolithischen Funde stammen aus Rosaneto, die Grabbeigaben aus der Nekropole von S. Brancato. Außerdem zeigt das Museo Archeologico di Blanda enotrische und lukanische Keramik sowie römische Amphoren und Schmuckstücke aus Blanda. Die Fundorte und Fundgruppen werden dadurch jeweils mit Rosaneto, S. Brancato oder Blanda verbunden.

Die Torre della Nave ist ein Küstenturm aus dem 16. Jahrhundert auf einem Vorgebirge. Sie diente zu Verteidigungs- und Beobachtungszwecken. Als teilweise erhaltene Ruine sind bedeutende Abschnitte ihrer Umfassungsmauern noch sichtbar.

Am Fuß der Felsklippe, auf deren Gipfel die Torre della Nave steht, befindet sich die Grotta di Torre Nave. Dort wurden Überreste von Siedlungen aus dem mittleren und oberen Paläolithikum gefunden. Die Felsklippe bildet somit den gemeinsamen räumlichen Bezug von Turm und Höhle: Die Torre steht auf dem Gipfel, die Grotta liegt an ihrem Fuß.

Das Mausoleo di Blanda Julia ist ein römisches Tumulusmausoleum aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. Es befindet sich in der Ortschaft Pergolo neben der Provinzstraße, in kurzer Entfernung von Tortora Marina und dem Parco Archeologico di Blanda.

Im Parco Archeologico di Blanda können die Reste der Wohnviertel, des Forums und der römischen Befestigungen der antiken Siedlung Blanda besichtigt werden. Zu den römischen Zeugnissen im Umfeld gehören damit sowohl das Mausoleo di Blanda Julia als auch die baulichen Reste der antiken Siedlung.

Die Chiesa Stella Maris in Tortora Marina wurde nach Restaurierungsarbeiten wieder für den Gottesdienst geöffnet. Sie liegt damit im selben Ortsteil wie der beschriebene Strand, die Dünen und die Strandbäder.

Für Kulturinteressierte verteilen sich die konkreten Zeugnisse auf das historische Zentrum von Tortora, das Vorgebirge der Torre della Nave, die Ortschaft Pergolo und den Parco Archeologico di Blanda. Tortora Marina umfasst daneben die Küstenlandschaft mit Strand, Dünen, Strandbädern und der Chiesa Stella Maris.

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