Francavilla Marittima zwischen Archäologie und Ortsgeschichte

File:Coppa in bronzo importata dall'area fenicia, 900-800 ac ca., dalla tomba strada (francavilla marittima, loc. macchiabate) 02.jpg File:Coppa in bronzo importata dall'area fenicia, 900-800 ac ca., dalla tomba strada (francavilla marittima, loc. macchiabate) 02.jpg Foto: Sailko via Source, CC BY-SA 4.0

Archäologie zwischen Hügeln und Ebene

Francavilla Marittima erschließt sich besonders über die Verbindung von antiker Siedlungsgeschichte und historischen Orten. Der Archäologische Park Timpone della Motta und Macchiabate liegt auf den ersten Hügelhängen, die die Ebene von Sibari säumen. Der Archäologische Park liegt am Fuß des Massiccio del Dolcedorme in der Pollino-Kette.

Das Flussbett des Raganello liegt südlich des Timpone della Motta. Der Fluss durchquert die Ebene und mündet schließlich in das Ionische Meer. Die erhöhte Lage der antiken Siedlung auf dem Timpone della Motta bot einen Aussichtspunkt zur Kontrolle des Gebiets und der Verkehrswege. So treffen an diesem Ort die Landschaft der Ebene, die Hügel und die Geschichte einer frühen Siedlung unmittelbar aufeinander.

Die ältesten Siedlungsspuren auf dem Timpone della Motta reichen bis in die mittlere Bronzezeit zurück. Auf dem Gipfel des Hügels Timpone della Motta befand sich in der Kolonialzeit ein Heiligtum mit einem der Göttin Athene geweihten Tempel. Das Heiligtum des Timpone della Motta gehörte zu den bedeutendsten Kultstätten der Chora von Sybaris. Einige Wissenschaftler sehen im Timpone della Motta einen möglichen Ort des antiken Lagaria.

Macchiabate und die Zeugnisse der Nekropole

Der Bach Carnevale trennt die Nekropole von Macchiabate von der Siedlung. Die Nekropole von Macchiabate ist von der Siedlung aus deutlich sichtbar. Diese räumliche Beziehung macht die beiden archäologischen Bereiche als Teile derselben historischen Landschaft verständlich, ohne ihre unterschiedliche Funktion zu vermischen.

Die Bestattungen in der Nekropole von Macchiabate stammen aus der frühen Eisenzeit bis zum Ende des 7. und dem Beginn des 6. Jahrhunderts v. Chr. Die Grabgruppe Cerchio Reale ist eine eindrucksvolle Ansammlung von Bestattungen aus der ältesten Phase der Nekropole von Macchiabate. Eine im 6. Jahrhundert v. datierte bronzene Tafel wurde außerhalb des Gebäudes II gefunden; sie trägt eine Widmung an die Göttin Athene durch den Olympioniken Kleombrotos. Das Grab Strada 1 wird in das 9. Jahrhundert v. datiert.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität ist der Zugang zum Bereich Antiquarium teilweise möglich. Diese Information ist besonders relevant, wenn Sie den Besuch mit unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen planen.

Historisches Zentrum und lokale Traditionen

Das Museo Archeologico di Francavilla Marittima befindet sich im historischen Zentrum der Stadt im sogenannten Palazzo de Santis. Eine weitere markante Sehenswürdigkeit ist die Fontana Vecchia: Sie wurde 1793 erbaut, besitzt drei Ausläufe, deren Wasser sich in drei Marmorbecken sammelt, und steht unter dem Schutz des FAI (Fondo Ambiente Italiano).

Auch Sakralbauten und lokale Feste gehören zum kulturellen Bild des Ortes. Die Chiesa della Madonna degli Infermi wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als private Kapelle über einer im 16. Jahrhundert von der Familie Sanseverino errichteten Vorgängerkirche erbaut. Die Cappella di Santa Lucia stammt aus dem Jahr 1881. Das Patronatsfest der heiligen Lucia findet am 12. und 13. Dezember statt. Im Zusammenhang mit dem Patronatsfest der heiligen Lucia gilt „grano cotto“ als typisches Gericht.

Weitere Orte für Ihre Reiseplanung: Parenti, Intavolata, Villapiana Lido, Marano Marchesato, Malito, Palombella, San Giovanni In Fiore und Amica.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cosenza.

Unterkünfte in Francavilla Marittima vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
Anzeige