Tortora zwischen Antike, Altstadt und Küste

Tortora zeigt seine Geschichte nicht nur in einem einzelnen Bauwerk, sondern in einer Folge aus Hügel, historischem Zentrum, Küste und regionaler Esskultur. Für Sie entsteht so ein Reiseziel, in dem sich antike Spuren, kirchliche Architektur, Meer und die Zafarana-Tradition verbinden lassen. Besonders passend ist der Ort für eine Reiseplanung, bei der Kultur und Landschaft gleichberechtigt nebeneinanderstehen.

Antike am Palecastro und Museum im Zentrum

Der Hügel Palecastro von Tortora blickt auf den Golf von Policastro. Auf diesem Hügel wurde die römische Kolonie Blanda Julia gegründet. Archäologische Ausgrabungen auf dem Palecastro rekonstruierten die Siedlungsentwicklung des Ortes vom 6. Jahrhundert v. Chr. bis zum 5. Jahrhundert n. Die Ausgrabungen dokumentieren damit eine Siedlungsentwicklung über mehrere Jahrhunderte.

Im historischen Zentrum steht der Palazzo Casapesenna, ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert. In diesem Palazzo befindet sich das Museo Archeologico di Blanda. Das Museum zeigt archäologische Funde, die seit 1990 geborgen wurden. So treffen im Zentrum ein historisches Gebäude und konkrete Zeugnisse der langen Siedlungsgeschichte von Tortora aufeinander.

Kirchen, Kloster und historische Häuser

Am Corso Via Garibaldi steht der Palazzo Feudale zusammen mit einem mittelalterlichen Turm. Die Chiesa delle Anime del Purgatorio gilt als die älteste Kirche von Tortora. Zum Franziskanerkloster von Tortora, einem monumentalen Komplex aus dem 16. Jahrhundert, gehören die Kirche SS. Annunziata und ein Kreuzgang. Die Chiesa Madre wurde im 14. Jahrhundert errichtet und um das 18. Jahrhundert erweitert. Damit reicht die historische Spannweite der Bauwerke von mittelalterlichen Spuren bis zu späteren Erweiterungen.

Torre Nave ist ein Küstenverteidigungsturm aus dem 16. Jahrhundert in der Nähe des Flusses Noce; große Teile seiner Umfassungsmauern sind noch sichtbar. In Contrada Pergolo in Tortora Marina sind die Überreste eines römischen Mausoleums zu sehen.

Küste und Landschaft von Tortora

Ein großer Teil des Gebiets von Tortora liegt im Nationalpark Pollino. An der Küste hat die Spiaggia di Tortora Marina eine schmale Uferlinie aus Kies, dunklem Sand, Steinen im Wasser und Kieselsteinen am Ufer. Das Meer gilt als klar und zeigt Farbtöne von Türkis bis Kobaltblau. Wenn Sie für Ihre Italienreise Natur, Küstenbild und historische Orte gegeneinander abwägen, bietet Tortora damit unterschiedliche Landschaftseindrücke.

Die Zafarana-Tradition und das Borgo Antico

Zur lokalen Esskultur gehört die Zafarana di Tortora. Ihre Anbautradition reicht im Anbaugebiet vom späten 16. bis zum frühen 17. Jahrhundert zurück. Ein geführter Rundgang durch das Borgo Antico di Tortora erkundet die Altstadt und endet mit einer Verkostung der Zafarana. Zum Zafarana Fest gehören Stände, Verkostungen, Workshops, Musik und Aufführungen. Tortora lässt sich dadurch auch über Geschmack, Handwerk und gemeinschaftliche Veranstaltungen kennenlernen.

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