Mandatoriccio: Geschichte, Küste und Wege durch die Landschaft
Mandatoriccio in Kalabrien richtet den Blick zugleich auf Geschichte, lokales Handwerk, regionale Spezialitäten und Landschaft.
Historische Spuren im Ortsbild
Das Castello dell’Arso trägt auch den Namen Torre dell’Arso und wurde ab dem 11. Jahrhundert von den Normannen nahe Mandatoriccio in Kalabrien erbaut. In Mandatoriccio steht außerdem die Mutterkirche der Heiligen Petrus und Paulus, die durch einen Akt vom 10. Juli 1708 errichtet wurde. Beide Bauwerke führen zu unterschiedlichen historischen Bezugspunkten des Ortes.
Der historische Ortskern von Mandatoriccio entstand rund um ein Schloss, das der Marchese Guidasso zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert erbaute. Der alte Ortsbereich bildet dabei eine Siedlungsstruktur, deren Entwicklung eng mit diesem Schloss verbunden ist. Die Geschichte bleibt dabei nicht auf einzelne Sakral- oder Wehrbauten begrenzt, sondern prägt auch den Zusammenhang des Ortskerns.
Auch die Handwerker Carlo und Vito Carlino gelten als Meister des lokalen Pfeifenbaus in Mandatoriccio.
Lokale Spezialitäten und Augusttage
Manicotto ist ein traditionelles Dessert aus Mandatoriccio, dessen Rezept von Generation zu Generation weitergegeben wird. Cavatelli gehören zu den typischsten Produkten von Mandatoriccio. Beide Spezialitäten geben der kulinarischen Seite des Ortes eine eigene Richtung, ohne dass Sie dafür auf eine große thematische Auswahl angewiesen sind.
Ein passender Zeitpunkt für alle, die Cavatelli näher kennenlernen möchten, sind die ersten Augusttage: Das Cavatelli-Fest in Mandatoriccio findet jedes Jahr in diesem Zeitraum statt. Die Veranstaltung verbindet das typische Produkt mit einem festen Termin im Jahreslauf und kann daher bei der zeitlichen Planung einer Reise eine Rolle spielen.
Von Mandatoriccio bis zur ionischen Küste
Das Gemeindegebiet von Mandatoriccio reicht bis an die ionische Küste. Zur Orientierung am Meer gehört die Marina-Siedlung von Mandatoriccio: Sie bietet den Besuchern der ionischen Strände Dienstleistungen und Verpflegung.
Wege, Quellen und Vegetation
Für Spaziergänge in der Landschaft gibt es unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Ein alter brettischer Weg führt zur Quelle von Cessia. Der Sentiero della Montagnella bietet einen Spaziergang zwischen Pappeln und Kastanienbäumen. Die beiden Wege sprechen damit unterschiedliche Interessen an: Der eine ist mit einer Quelle verbunden, der andere mit einer von Bäumen geprägten Wegstrecke.
In Cessía prägen Steineichen, Kastanien und Nadelbäume die Vegetation. Cessía war für zwei eisenhaltige Quellen bekannt. Beim gewundenen Abstieg vom Berg bildet das Wasser natürliche Tümpel.
Orientierung für Ihre Reiseplanung
Vom Scalo di Mandatoriccio aus erreichen Sie den Ort, indem Sie die S.S. 106 verlassen und am Bivio auf die S.S. 383, heute Strada Provinciale 205, abbiegen.
Weitere Ziele zum Vergleichen: Cerisano, Maierà, Mangone, Cantinella, Montegiordano, Torremezzo Di Falconara, Cosenza und Cirella.
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