San Nicolò entdecken: Kirche, Villen und Busslanein
Unterkünfte in San Nicolò
San Nicolò lässt sich über mehrere konkrete Facetten kennenlernen: sakrale Baugeschichte, Villenarchitektur, eine lokale Spezialität und der Radrundweg Sarturano geben dem Ort jeweils ein eigenes Profil. Für Ihre Reiseplanung verbinden sich dabei historische Details mit kulinarischen Besonderheiten und einer konkreten Radroute.
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Foto: Mattia94raggio via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Kirche und Villen zwischen Barock und modernen Stileinflüssen
Die Chiesa Parrocchiale di San Nicola, die ebenfalls als San Nicolò bezeichnet wird, liegt an der Via Emilia am westlichen Ortsrand. Ihre Ursprünge liegen wahrscheinlich im Mittelalter. Im Jahr 1664 nahm die Kirche unter dem Prior Antonio Mussi einen barocken Stil an. In ihr befindet sich außerdem eine restaurierte Serassi-Orgel aus dem Jahr 1819. Die barocke Umgestaltung von 1664 und die Orgel von 1819 markieren dabei zwei verschiedene Phasen der Kirchengeschichte.
Auch die Villen von San Nicolò eröffnen einen Blick auf unterschiedliche Epochen. Die Villa Jemmi wurde in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts von Romeo Jemmi erbaut. Sie verbindet Elemente des Liberty-Stils mit Details des Art déco. Die Villa Celli ist dagegen eine Villa aus dem 18. Jahrhundert, die ursprünglich als herrschaftliches Landhaus errichtet wurde. Cesare Celli erwarb sie 1889 und gab ihr durch einen Umbau ihr heutiges Erscheinungsbild. Die beiden Villen unterscheiden sich damit nicht nur durch ihr Alter, sondern auch durch ihre stilistischen und baulichen Bezüge. San Nicolò vereint dabei eine Kirche mit wahrscheinlichen mittelalterlichen Ursprüngen, eine Villa aus dem 18. Jahrhundert und ein Haus aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts.
Zur Villa Celli gehört auch eine besondere Parkanlage: Dort wachsen verschiedene Nadelbäume und Libanonzedern. Während seiner Urlaubs- und Sommeraufenthalte beherbergte der Marchese Pavesi Negri in der Villa Celli unter anderem den Dichter Aleardo Aleardi und den piacentinischen Maler Paolo Bozzini. Die Parkanlage steht dabei neben der Architektur als eigener Bestandteil des Anwesens.
Busslanein und die Fiera del Busslanein
Die traditionelle Féra dal Busslanein ist eine viertägige Messe in San Nicolò. Die 30. Fiera del Busslanein fand in San Nicolò vom 12. Juni bis zum 15. Juni 2026 statt. Busslanein gelten als typische Spezialität des Ortes, insbesondere aus dem Gebiet Mamago. Sie werden sowohl mit als auch ohne Zucker verkauft und sind in harter oder mürber Konsistenz erhältlich.
Der Radrundweg Sarturano
Der Radrundweg Sarturano beginnt in San Nicolò. Ab Mamago sopra wird er zu einem Radweg, der unter der Brücke Paladini hindurchführt. Nachdem er die Brücke unterquert hat, überquert der Radrundweg Sarturano den Trebbia. Für die Planung einer Radtour lassen sich Start in San Nicolò, Mamago sopra, die Unterquerung der Brücke Paladini und die spätere Querung des Trebbia als aufeinanderfolgende Bezugspunkte berücksichtigen.
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