Piacenza entdecken: Piazza, Museen und Kultur
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Piacenza zwischen Piazza und Provinz
Piacenza verbindet markante Stadträume mit einer Kunst- und Kulturlandschaft, die über ein einzelnes Gebäude hinausweist. Auf der Piazza Cavalli stehen zwei bronzene Reiterstandbilder der Herzöge von Farnese. Die Stadtgemeinde Piacenza gab sie bei Francesco Mochi aus Montevarchi in Auftrag. Die Skulpturen prägen den Platz und geben ihm ein klar erkennbares kulturelles Thema. Wer Piacenza über seine Plätze betrachtet, beginnt daher mit einem Ort, an dem Stadtgeschichte und künstlerische Gestaltung unmittelbar zusammenkommen.
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Foto: Mattia94raggio via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Historische Räume mit konkreter Orientierung
Im Palazzo Gotico ist der Salone Monumentale über Treppen oder einen Aufzug erreichbar. In der Nähe der Reiterstandbilder auf der Piazza Cavalli gibt es außerdem Metallrampen mit Handläufen und geringer Steigung. Der Besuch von Palazzo Gotico und Piazza Cavalli verbindet dadurch Innen- und Außenraum, ohne den kulturellen Schwerpunkt der beiden Orte auf eine einzelne Perspektive zu begrenzen.
Museen und feste Besuchsanlässe
Der Palazzo Farnese beherbergt die Städtischen Museen von Piacenza. Im Collegio Alberoni gibt es jeden Sonntag um 16 Uhr eine Führung durch das Collegio und die Galleria Alberoni. Einzelbesucher können bei der Galleria Alberoni nach Vereinbarung außerdem einen einstündigen begleiteten Rundgang organisieren. Der Sonntagstermin bindet die Führung an eine feste Uhrzeit, während der einstündige Rundgang separat abgestimmt wird.
Von alten Bildwerken bis zur modernen Kunst
Die Galleria Alberoni bewahrt mit dem Tondo von Botticelli „Madonna adorante il Bambino con San Giovannino“ ein Werk, das aus den Jahren 1483 bis 1487 stammt und als Höhepunkt der Sammlung gilt. Einen anderen zeitlichen Rahmen bietet die Ricci Oddi Modern Art Gallery: Sie umfasst mehr als 700 Werke von Künstlern aus dem 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Das Fegato Etrusco gilt als seltenes Zeugnis religiöser Praktiken im Zusammenhang mit der Wahrsagung. Der zeitliche Abstand zwischen dem Tondo und der Sammlung der Ricci Oddi ist ebenso deutlich wie der Wechsel zum Fegato Etrusco, dessen Bezug zur Wahrsagung eine andere Form von Zeugnis in die Betrachtung einführt.
Mosaike, Palastarchitektur und Landschaft
Bei Restaurierungsarbeiten an der Basilica di San Savino zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden dort zwei polychrome Mosaike aus dem 12. Jahrhundert freigelegt. In der näheren Umgebung von Piacenza befindet sich Gotico, ein Palast. Die beiden Beispiele setzen unterschiedliche Akzente: In San Savino sind es die freigelegten Mosaike, bei Gotico die Palastarchitektur.
Zwischen Po und Apennin
Piacenza und seine Provinz liegen zwischen dem Po und dem Apennin. Die Landschaft ist von Tälern, Flüssen, Weinbergen sowie zahlreichen Burgen, Türmen und Glockentürmen geprägt. Der Landschaftsraum ergänzt die Plätze, Paläste, Kirchen und Museen um eine regionale Perspektive.
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