Borgonovo Valtidone: Geschichte, Wege und lokale Küche
Unterkünfte in Borgonovo Valtidone
Borgonovo Valtidone verbindet historische Bauwerke, ruhige Wege und eine ausgeprägte lokale Tradition. Zwischen Kirchen, Castelli und der Landschaft des Val Tidone entsteht ein Reiseziel, das sich für kulturinteressierte Tage ebenso erschließt wie für Spaziergänge, regionale Spezialitäten und einen Ausflug entlang des Sentiero del Tidone.
File:Borgonovo Val Tidone - Rocca di Borgonovo Val Tidone.jpg
Foto: Montepiana via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Historische Wege und Kirchen im Ort
Die von Bäumen gesäumte Viale di Borgonovo folgt dem Verlauf der früheren Stadtmauer und grenzt das historische Zentrum ab. Für einen ruhigen Spaziergang bietet sie einen anschaulichen Übergang zwischen dem heutigen Ort und seiner historischen Struktur. Die Chiesa di San Bernardino bestand bereits im 15. Jahrhundert.
In der Collegiata di Santa Maria Assunta in Borgonovo bewahrt sich ein bedeutendes Zeugnis sakraler Kunst: Dort befindet sich ein aus dem Jahr 1474 stammendes Polyptychon von Bongiovanni und Giovanni Bassiano de Lupis. Der Bau und das Kunstwerk geben dem Ortskern unterschiedliche historische Anknüpfungspunkte, ohne dass Sie dafür mehrere Themenbereiche voneinander trennen müssen.
Castelli mit eigenständigem Charakter
Das heutige Castello di Borgonovo ist vollständig aus Ziegeln errichtet. Bei der Betrachtung der Anlage ist die Festung klar vom Recetto zu unterscheiden. Beide Bezeichnungen stehen damit nicht für denselben Bauteil, sondern für unterschiedliche Bestandteile der historischen Anlage.
Zum Umfeld gehört das Castello di Corano. Es soll aus dem Jahr 1453 stammen und besitzt einen unregelmäßigen trapezförmigen Grundriss. Einige Räume sind von Luigi Arrigoni (1896–1964) dekoriert; seit den Anfängen seiner Laufbahn hatte der Künstler dort sein Atelier. Im Raum Piacenza ist das Castello di Corano zudem ein besonderes Beispiel für ein monolithisches Bauwerk.
In der gleichnamigen Fraktion, in geringer Entfernung von Borgonovo, steht das Castello di Castelnovo. Seine erste Errichtung geht auf das 11. Jahrhundert zurück, eine umfangreiche Wiedererrichtung erfolgte um 1350, Restaurierungen folgten 1936. Das Castello wird von einem Park und einer mehr als 1 km langen äußeren Zufahrtsallee eingerahmt.
Unterwegs, beim Fest und bei Tisch
Der Sentiero del Tidone besteht größtenteils aus festem Erd- oder Kiesbelag. An einigen Stellen gibt es Furten über den Bach. Fußgänger und Radfahrer können diese über ausgeschilderte kurze Varianten umgehen. Damit lässt sich der Weg in die persönliche Tagesplanung einbeziehen, ohne die unterschiedlichen Wegabschnitte gleich zu behandeln.
Ein eigener saisonaler Akzent ist die Fiera dell’Angelo: Sie findet am Ostersonntag und Ostermontag statt und umfasst Vieh- und Landwirtschaftsmaschinenausstellungen, Verkaufsstände sowie einen Vergnügungspark. Zur lokalen kulinarischen Prägung gehört Chisöla, eine traditionelle bäuerliche Focaccia mit Ciccioli, typisch für das Val Tidone und mit dem De.C.O.-Register der Gemeinde Borgonovo Valtidone verbunden.
Anreise und Wahl des Aufenthaltsortes
Von der A1/A21-Verbindung führt die Straßenanreise nach Borgonovo über die Ausfahrt Castel San Giovanni und anschließend über die SP 412 in Richtung Borgonovo. Wenn Sie ein Hotel in Borgonovo Valtidone auswählen, können Sie Ihre Planung an den eigenen Schwerpunkten ausrichten: an Kirchen und Burgen, an einem Spaziergang entlang der Viale di Borgonovo, am Sentiero del Tidone oder an der Fiera dell’Angelo und den regionalen Spezialitäten. Im Umfeld laden außerdem die unterschiedlichen historischen Anlagen von Corano und Castelnovo zu einer vertieften Beschäftigung mit der Region ein.
Weitere Ziele:Alseno, Cadeo, Bicchignano, Gropparello, Ponte Dell'olio, Quartazzola, Oneto, Larzano-castello
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Piacenza.