Rustigazzo: Veleia, Monte Moria und Val d’Arda
Unterkünfte in Rustigazzo
Rustigazzo verbindet die antike Welt von Veleia mit den Wegen und Wäldern des Monte Moria.
File:Chiesa di Santa Maria Assunta (Rustigazzo, Lugagnano Val d'Arda) - facciata 2023-05-27.jpg
Foto: Parma1983 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Veleia und die Geschichte von Rustigazzo
In Località Rustigazzo befinden sich das Antiquarium di Veleia und das archäologische Areal. Veleia wurde nach der römischen Eroberung im 2. Jahrhundert v. Chr. im Kerngebiet der ligurischen Stammesgemeinschaft der Veleates als Municipium gegründet. Veleia ist eines der bedeutendsten archäologischen Zentren Norditaliens. Das Antiquarium zeigt Fundstücke, die die wichtigsten Ereignisse der Geschichte von Veleia dokumentieren.
Die antike Stadt entwickelte sich auf einem System abfallender Terrassen. Ihr Forum entstand auf einer künstlichen Plattform, die durch umfangreiche Erdarbeiten geschaffen wurde. In der Basilika befanden sich zwölf große Statuen aus Luni-Marmor, die Mitglieder der julisch-claudischen Familie darstellten.
Auch Rustigazzo selbst besitzt historische Bezugspunkte. Das Castello di Rustigazzo steht noch heute auf dem Hauptplatz des Ortes. Der antike Name von Rustigazzo war Rus Titi Cassi. Die alte Kirche Santa Maria Assunta war zunächst dem Kloster Val Tolla und später der Pfarrkirche von Macinesso als Suffragankirche unterstellt. Rustigazzo wurde wahrscheinlich nach der Aufgabe der antiken, nahe gelegenen Stadt Veleia erweitert.
Wandern und Radfahren rund um Rustigazzo
Die Marcia delle Terre Veleiate startet und endet neben den archäologischen Ausgrabungen von Veleia Romana. Die nicht wettkampforientierte Freizeitveranstaltung wird seit 2013 für alle Interessierten organisiert. Sie bietet drei Streckenlängen von 6, 12 und 18 km.
Im Provinzpark Monte Moria gibt es verschiedene Wegmöglichkeiten, die in der Ortschaft Rustigazzo beginnen. Eine Verbindung von Kultur und Landschaft bietet die offizielle Variante Veleia: Sie führt über die Provinzstraße zunächst nach Veleia und anschließend nach Località Rustigazzo, bevor sie auf die Talsohle des Chero zurückkehrt. Die Variante ermöglicht den Besuch des archäologischen Areals von Veleia Romana, dem Fundort der Tabula Alimentaria Traianea.
Auch für eine Radtour ist die Gegend klar umrissen. Die Radroute „Pedalando in Val d’Arda – percorso n. 3“ verläuft in der Reihenfolge Veleia Romana–Rustigazzo–Croce dei Segni–Veleia Romana. Sie führt zum Parco Monte Moria, einem weitläufigen Waldgebiet mit Wiesen, Buchenwäldern, Nadelwäldern und Obstgärten.
Waldlandschaft und regionale Küche
Im Parco del Monte Moria bedeckt der Baumbestand drei Viertel der Fläche. Prägend sind Obstkastanienhaine mit jahrhundertealten Bäumen. Im Unterholz des Monte Moria leben Wildschweine, Dachse, Rehe, Füchse und Eichhörnchen. Auch Bussarde, Spechte und Sperber kommen dort vor. So ergänzen Wald, Tierwelt und Wege die historischen Eindrücke von Veleia um eine ausgeprägte Naturseite.
Zur regionalen Küche gehören Chisolini, die in der Alta Val d’Arda mit grobkörniger Salami, Coppa und Pancetta gegessen werden. Anolini in Brühe aus dem Val d’Arda werden mit Käse statt mit Schmorbraten gefüllt. Diese beiden Gerichte geben Ihrer Reise zusätzlich einen kulinarischen Bezug zur Umgebung von Rustigazzo.
Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung
Für weitere Orte können Sie auch Travo, Ponte Dell'olio, Bettola, Vigolzone, Castel San Giovanni, Larzano-castello, Rivergaro und San Nicolò erkunden.
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