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Crespellano: Geschichte, Villen und römische Spuren

Unterkünfte in Crespellano

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Crespellano gilt als kleines befestigtes Dorf römischen Ursprungs. Sein Charakter entsteht aus historischen Kirchen und Villen, antiken Verkehrsbezügen sowie einer vielschichtigen Landschaft. Für kulturgeschichtlich interessierte Besucher liegen die wichtigsten Anknüpfungspunkte in Crespellano selbst, bei Pragatto und Confortino sowie zwischen Crespellano und Calcara.

File:Crespellano - Casa natale di Antonino Sartini.jpg File:Crespellano - Casa natale di Antonino Sartini.jpg Foto: Syrio via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kulturgeschichte im Ortsbild

Im Herzen von Crespellano befindet sich der Palazzo Garagnani. In ihm liegt der größte Teil des Centro Culturale Luigi Calanca mit der Biblioteca di Crespellano. Der Turm des Palazzo gehörte zum ehemaligen Schloss von Crespellano. Die ehemalige Festung Torre Cattanei ist heute als Palazzo Stagni bekannt.

Die Kirche San Savino wurde im 16. Jahrhundert gegründet, Mitte des 18. Jahrhunderts und erneut zu Beginn des 19. Jahrhunderts renoviert. Als antike Kirche war sie der frühere Pfarrsitz von Crespellano, bevor die Pfarrei in die Kirche des Castello verlegt wurde. Die Kirche San Francesco wurde 1232 errichtet. Die Villa Aldrovandi aus dem 17. Jahrhundert ist mit Friesen und heraldischen Motiven verziert; sie liegt nördlich von Crespellano, ist heute als Rinaldi Ceroni bekannt und verfügt über einen üppigen Park.

Archäologie und historische Verbindungen

In Pragatto wird die Pfarrkirche Santa Maria Nascente in einer von Papst Eugen III. im Jahr 1148 ausgestellten Bulle zusammen mit dem Castello di Pragatto erwähnt. Die Via Claudiola trägt heute den Namen Bazzanese und gilt als Konsularstraße, die mit der antiken Entwicklung des Gebiets von Crespellano verbunden ist. Diese Entwicklung steht außerdem mit der Via Emilia in Verbindung. Am Fuß des Hügels bei Pragatto wurden Artefakte und Werkzeuge aus dem Mittelpaläolithikum beziehungsweise dem Moustérien gefunden. Die historischen Bezüge liegen damit nicht nur in einzelnen Gebäuden, sondern auch in der Verbindung von Verkehrswegen, Siedlungsspuren und kirchlichen Zeugnissen.

Giovanni Gozzadini entdeckte 1874 bei Pragatto eine Brandnekropole, und der Archäologe Zannoni identifizierte dort 1879 eine Terramare-Siedlungsstelle. In Confortino bezeugt die Kirche San Francesco zusammen mit dem Oratorium der Villa Pedrazzi die bedeutende Verbreitung des Kultes des heiligen Franziskus in der ländlichen Umgebung im 13. Jahrhundert.

Landschaft zwischen Crespellano und Calcara

Ab dem 17. Jahrhundert entstanden im Gebiet von Crespellano Landsitze bedeutender senatorischer Familien aus Bologna. Noch heute prägen Villen die Landschaft rund um Crespellano und gliedern die dortige Kulturlandschaft. Zwischen Crespellano und Calcara sind Spuren der römischen Zenturiation sichtbar: 700 × 700 Meter große Landquadrate werden von Straßen und Gräben begrenzt.

Magnalonga di Valsamoggia im Jahr 2026

Auch ein angekündigtes Ereignis verbindet Bewegung, regionale Produkte und Wein. Die für 2026 angekündigte Magnalonga di Valsamoggia sollte im Parco De Andrè in Crespellano beginnen. Für den 19. April 2026 war ein sechsstufiger Spaziergang zwischen Crespellano und Oliveto vorgesehen, mit Frühstück, Verkostungen typischer Produkte und Weinen sowie musikalischer Unterhaltung.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bologna.

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