Squinzano: Kirchen, Villen und Salento-Kultur
Squinzano zeigt seine Geschichte in sakralen Bauwerken, einer historischen Residenz und lebendigen kulturellen Themen. Die Chiesa e Convento di Santa Maria delle Grazie, die Chiesa Matrice und das Santuario dell’ Annunziata e della Madonna del Garofano erzählen von unterschiedlichen Epochen und religiösen Traditionen. Ergänzt wird dieses Bild durch die Villa Cleopazzo, das Vin'arte Wine and Oil Museum und Poggio di Sant’Elia in der näheren Umgebung. So richtet sich der Ort an Reisende, die Architektur, Geschichte, Glauben und die regionale Kultur des Salento miteinander verbinden möchten.
Kirchen mit Geschichte und besonderer Architektur
Die Chiesa e Convento di Santa Maria delle Grazie entstand 1560 auf Initiative der Bevölkerung. Sie wurde als Dank dafür errichtet, dass Squinzano sich von der feudalen Unterwerfung unter Lecce befreit hatte. Ende des 17. Jahrhunderts wurde der Komplex umfassend umgestaltet: Für das rechte Kirchenschiff nutzte man den Korridor des Kreuzgangs, während das linke Kirchenschiff neu errichtet wurde. Die Baugeschichte macht den Ort besonders interessant für alle, die religiöse Architektur nicht nur ansehen, sondern auch in ihrem historischen Zusammenhang verstehen möchten.
Chiesa Matrice und Villa Cleopazzo
Die Chiesa Matrice besitzt einen wertvollen Chor aus dunklem Walnussholz. Der Kunsttischler Giuseppe Fella aus Oria schnitzte ihn 1843. Auch der Glockenturm gehört zu den prägenden Elementen der Kirche: Er wurde 1658 fertiggestellt und ist 32 Meter hoch. Einen anderen Akzent setzt die Villa Cleopazzo, die zwischen 1913 und 1917 erbaut wurde. Seit 2003 beherbergt die historische Residenz der Familie Cleopazzo die Gemeindebibliothek von Squinzano; vor Kurzem wurde die Gemeindebibliothek um eine Mediathek und eine Zeitungs- und Zeitschriftenbibliothek erweitert.
Religiöse Traditionen und kulturelle Räume
Der Bau des Santuario dell’ Annunziata e della Madonna del Garofano begann am 12. November 1618 und wurde 1627 abgeschlossen. Am 25. März 1971 wurde das Gebäude offiziell zum Heiligtum erklärt. Es war ein Anziehungspunkt für Einwohner von Squinzano und Auswärtige, die dorthin kamen, um das Bild der Madonna zu verehren. In den Tagen vor dem Fest des San Nicola wiederholen die Gläubigen außerdem das Ritual, die Statue des Heiligen einzukleiden. Die Sala Cenacolo, der zentrale Saal der Villa Cleopazzo, beherbergt Tagungen, Konzerte, Filmvorführungen und allgemein kulturelle Abende.
Wein, Öl und ländliche Ausflüge
Das Vin'arte Wine and Oil Museum vermittelt einen Einblick in die Geschichte und Kultur der typischen Produkte des Salento. Führungen befassen sich dort eingehend mit den lokalen Traditionen. In der näheren Umgebung südwestlich von Squinzano liegt Poggio di Sant’Elia, das als Ziel für romantische Spaziergänge und ländliche Ausflüge gilt. Damit ergänzen kulinarische Themen und Landschaftserlebnisse die historische Seite des Ortes.
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