Apulien zwischen Küste, Kultur und Natur
Apulien zwischen Küste, Geschichte und Meer
Apulien liegt im Mittelmeerraum und verbindet ausgedehnte Küsten, goldene Strände, kristallklares Wasser, historische Orte und Inseln. Für Ihre Reiseplanung eröffnet die Region damit unterschiedliche Schwerpunkte: Sie können Kulturdenkmäler und Stadtgeschichte erkunden, Landschaften zu Fuß oder mit dem Fahrrad erleben und geschützte Küstenräume kennenlernen.
Landschaften für Natur- und Wandererlebnisse
Der Parco Nazionale dell'Alta Murgia prägt sich durch Felsgrate, Dolinen, Karsthöhlen, steile Abhänge, natürliche Weiden sowie Eichen- und Nadelwälder aus. Fünf thematisch nach Natur, Archäologie, Landschaft und Geschichte gegliederte Wege geben dieser Landschaft unterschiedliche Blickwinkel. Zusätzlich gibt es zwölf zu Fuß begehbare Agropasseggiate. Diese beginnen an zwölf verschiedenen landwirtschaftlichen und viehwirtschaftlichen Betrieben im Park und verbinden das Naturerlebnis mit der landwirtschaftlichen Prägung der Region.
Der Parco Nazionale del Gargano reicht über mehr als 120.000 Hektar. Alte Wälder gehören ebenso zu seinem Landschaftsbild wie Archipele, die von kristallklarem Wasser umspült werden. Die Foresta Umbra ergänzt diesen Naturraum mit einem etwa 54 Kilometer langen Wegenetz, Picknickbereichen, einem naturkundlichen Museum, einer Besucherinformation und dem Verleih von Mountainbikes. Für Spaziergänge und längere Wanderungen stehen dort 15 ausgeschilderte Wege mit Richtungsschildern und Wegmarkierungen zur Verfügung. In der Officina del Piano „Don Francesco Cassol“ werden botanische und geologische Fundstücke ausgestellt.
Ein anderer Landschaftseindruck erwartet Sie bei den Miniere di Bauxite. Besucher können die ehemalige Bauxitlandschaft von oben über ausgewiesene Bildungsbereiche und Aussichtspunkte betrachten. Der Verwaltungs-, Aufwertungs- und Förderbetrieb einschließlich geführter Besichtigungen ist derzeit ausgesetzt. Die vorhandenen Aussichtsmöglichkeiten und der ausgesetzte Betrieb sollten daher gedanklich getrennt betrachtet werden.
Meeresschutzgebiete und Inselwelten
Das Meeresschutzgebiet Torre Guaceto umfasst etwa 2.200 Hektar und einen 8 Kilometer langen Küstenabschnitt. In Zone B ist das Baden von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang erlaubt. Das Meeresschutzgebiet der Tremiti-Inseln umfasst rund 1.466 Hektar Meeresfläche und rund 20.410 Meter Küstenlinie rund um San Domino, San Nicola, Caprara und Pianosa. Dort sind Baden, geführte auch unter Wasser stattfindende Besichtigungen sowie das Anlegen in eigens ausgewiesenen Feldern erlaubt.
San Nicola zeigt dabei eine besonders dichte historische Seite der Inselwelt: Zu sehen sind Türme, Befestigungsanlagen, Mauern, Kirchen, Kreuzgänge und die Festungsabtei Santa Maria a Mare. Die fünf Radrouten Apuliens beziehen den Gargano, das Salento, das Valle d’Itria und Kunststädte ein.
Burgen, Museen und Stadtgeschichte
Castel del Monte ist eine mittelalterliche Burg, die 1240 fertiggestellt wurde. Ihre achteckige Form spiegelt mathematische und astronomische Präzision wider. Zugleich verbindet Castel del Monte romanische, gotische, klassische und islamische Kunstelemente und gilt als mit Friedrich II. verbundenes Beispiel mittelalterlicher Architektur.
In Lecce führt die Route LeccEcclesiae zu den wichtigsten Barockkirchen der Stadt. Die Mura Urbiche bilden den erhaltenen nordwestlichen Abschnitt der Stadtbefestigung aus dem 16. Jahrhundert und umfassen das Bastione San Francesco. Der Besuch führt über einen Steg zu den erhöhten Wehrgängen und setzt sich unterirdisch mit multimedialen Informationen zur Geschichte der Befestigung fort. Das MUST – Museo Storico della città di Lecce behandelt in seinem Ausstellungsrundgang die messapische Epoche, die römische Kaiserzeit und das Mittelalter der Geschichte von Lecce.
Der Archäologische Park Rudiae ist seit 2018 besuchbar. Zu seinem Bestand gehört ein römisches Amphitheater, das in den ersten Jahren des 2. Jahrhunderts n. Chr. unter Trajan errichtet wurde. Im Palazzo Vernazza reicht die Besichtigung von der messapischen über die römische und Renaissance- bis zur Barockgeschichte. Audiovisuelle Erzählungen auf Italienisch und Englisch sowie 3D-Rekonstruktionen historischer Kontexte und der Innenräume des Palasts ergänzen den Rundgang.
Auch Alberobello setzt einen eigenen architektonischen Akzent: Das Museo del Territorio befindet sich in einem Komplex aus 15 Trulli und erzählt die Geschichte der Siedlung. Im weiteren regionalen Umfeld Apuliens liegen außerdem vier Paläste: der Palazzo del I ramo della famiglia Capitaneo, der Palazzo Angarano-Maranta, der Palazzo Bove und der Palazzo Sylos-Labini.
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Zur regionalen Identität gehört Orecchiette mit Rübenspitzen. Das typische Gericht der Region stammt aus dem Raum Bari und ergänzt die kulturellen Eindrücke um eine kulinarische Perspektive. Im weiteren regionalen Umfeld Apuliens liegen außerdem die Strände Spiaggia Pane e Pomodoro und Spiaggia Il Crocifisso sowie der Berg Monte Chiancaro. Ebenfalls in diesem Umfeld liegt der Parco Padre Pio.
Bei der Wahl Ihres Hotels können Sie deshalb zunächst festlegen, welche dieser Facetten den Aufenthalt prägen soll: historische Architektur in Lecce und Alberobello, Wanderwege und Waldlandschaften, geschützte Meeresräume oder Radtouren durch Gargano, Salento und Valle d’Itria.
Weitere regionale Ziele entdecken Sie über Lecce, Foggia, Bari, Barletta-Andria-Trani, Brindisi und Tarent.
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