Diso entdecken: Kirchen, Ölmühle und Küste

File:Menhir Vardare di Diso.jpg File:Menhir Vardare di Diso.jpg Foto: Lupiae via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Diso verbindet sakrale Baukunst, unterirdische Geschichte, markante Steinzeugnisse und eine eindrucksvolle Küstenlandschaft. Wenn Sie für Ihre Italienreise unterschiedliche Interessen verbinden möchten, reicht das Spektrum von der Chiesa Parrocchiale und dem Santuario di S. Maria Costantinopoli bis zur Insenatura Acquaviva und den historischen Türmen.

Sakrale Baukunst und Spuren der Ortsgeschichte

Die Chiesa Parrocchiale erhielt nach mehreren Umbauphasen zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihre heutige Form. Im Inneren zeigt sie sich neoklassizistisch, während eine alte Fassade im eleganten Barockstil einen anderen architektonischen Akzent setzt.

Ein anderes Zeugnis der lokalen Geschichte liegt unter dem gesamten historischen Ortszentrum: Die unterirdische Ölmühle aus dem 17. Jahrhundert ist die einzige erhaltene Anlage eines früheren Netzes. Der Menhir di Vardare ergänzt dieses Bild mit einem ungewöhnlichen, T-förmigen oberen Ende und drei eingemeißelten Kreuzen. Er gilt als barrierefreier Ort und bietet damit auch für Besucherinnen und Besucher mit unterschiedlichen Bedürfnissen einen besonderen Bezugspunkt der Ortsgeschichte.

Das Santuario di S. Maria Costantinopoli wurde 1610 im franziskanischen Stil errichtet und später im Barockstil erweitert. Zu seiner Ausstattung gehören ein 1691 entstandener Kruzifixaltar aus Lecce-Stein sowie eine kleine Orgel mit Bleipfeifen aus dem 18. Jahrhundert. Beide Details lenken den Blick auf handwerkliche Gestaltung und auf die zeitliche Entwicklung des Heiligtums.

Auch die Colonna Osanna verbindet Material, Form und religiöse Nutzung: Sie wurde 1620 aus bearbeitetem Lecce-Stein errichtet, wird von einem Kreuz bekrönt und wurde bei der Prozession an Christi Himmelfahrt verwendet. Die Stadttürme von Diso wurden von der Universitas oder von Privatpersonen als Schutz vor Angriffen türkischer Piraten errichtet. Die Torre di Alfonso gilt als größter, bedeutendster und künstlerisch herausragendster der Stadttürme von Diso.

Küste, Landschaft und praktische Orientierung

Die Insenatura Acquaviva zeigt eine deutlich andere Seite der Umgebung. Zwei steile, teilweise senkrecht abfallende Küstenhänge rahmen die Bucht; mediterrane Macchia bedeckt das Bett und die Mündung eines alten Baches. Die Insenatura Acquaviva ist ein Strand, der zum sommerlichen Baden genutzt wird. Dort gibt es ein Restaurant, eine Bar, Parkplätze, Duschen und Toiletten.

Zur Torre Lupo gehört eine lange Küstengeschichte: Sie gehört zu den ältesten Küstentürmen des Salento und stammt aus dem späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert. Man erreicht sie über eine alte Straße vom historischen Zentrum von Marittima durch eine felsige ländliche Gegend mit Taubentürmen und Trockenmauern. Diso eignet sich damit für eine Reise, bei der Sie Architektur, lokale Geschichte und Küstenlandschaft nicht auf ein einziges Urlaubsthema reduzieren müssen.

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