Racale: Geschichte, Küste und Landschaft entdecken

Racale verbindet Baugeschichte mit Landschaften, Küstenräumen und Spuren des ländlichen Lebens. Zu den Themen des Ortes gehören mittelalterliche und barocke Architektur, steinerne Zeugnisse, Blicke über die Ebene sowie Küstenflora.

Schloss und Kirchen zwischen Mittelalter und Barock

Zur Ortsgeschichte gehört das Castello Baronale. Der älteste erhaltene Teil wird Puccio Tolomei zugeschrieben, der das Schloss wahrscheinlich errichten ließ. Das Bauwerk bewahrt einen alten quadratischen Grundriss mit viereckigen Türmen. In der Nähe des Castello Baronale gibt es Parkmöglichkeiten.

Auch die Kirchen von Racale zeigen, wie unterschiedliche Epochen im Ortsbild zusammenkommen. Die Chiesa di Santa Maria la Nova und das frühere Benediktiner-Kloster an ihrer Seite stammen aus der Zeit zwischen dem späten 11. und dem frühen 12. Jahrhundert. Die Chiesa Madre di Santa Maria de' Paradiso verbindet mittelalterliche Überreste mit Stuckarbeiten des 18. Jahrhunderts, barocken Gemälden und Marmoraltären. Ihre Errichtung erfolgte wahrscheinlich zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert. Die Fassade besteht vollständig aus Lecce-Stein und steht neben einem Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert.

Steine, Aussicht und Küstenflora

Zu den älteren Zeugnissen der Umgebung gehört das Dolmen Ospina. Es besteht aus großen Kalksteinplatten, die entlang eines rechteckigen Grundrisses angeordnet sind. Das Dolmen befindet sich in Contrada Ospina an der Strada Provinciale 222 in Racale, 73055. Der Menhir Castelforte liegt im Villaggio di Castelforte an der Grenze zwischen Racale und Taviano und kann dort besichtigt werden.

Die Specchia Li Specchi ist ein halbkegelförmiger Steinhügel, der mit der historischen Beobachtung des Gebiets und der Küste verbunden ist. Von dort reicht der Blick von Gallipoli bis zur Marina di Alliste sowie über die Ebene von Racale.

In Torre Suda zeigt sich der Naturraum von einer anderen Seite. Die Küstenflora an der Gariga Costiera umfasst salztolerante Pflanzen und mediterrane Macchia, die eine Garigue bilden. Außerdem kommt dort die seltene salentinische Endemitpflanze Anthyllis hermanniae vor. Für Spaziergänge und Radtouren verläuft an der Uferstraße von Torre Suda, Marina di Racale, ein Rad- und Fußweg, der die Ortschaften der Gegend bis nach Torre San Giovanni verbindet.

Lokale Geschichte selbstständig vertiefen

Ein weiteres historisches Thema sind die Caseddhi. Sie dienten im Winter als Lager für landwirtschaftliche Geräte und im Sommer als Unterkünfte für Familien, die auf den Feldern arbeiteten.

Die I.A.T. Racale und die Pro Loco informieren über lokale historisch-künstlerische Rundgänge, Veranstaltungen, Ausstellungen sowie vor Ort organisierte Besichtigungen und Ausflüge.

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