Ruffano entdecken: Kirchenkunst, Feste und Landschaft
Kirchen, Kunst und historische Bauwerke
Ruffano verbindet sakrale Kunst, historische Bauwerke, Landschaft und festliche Traditionen. In der Chiesa della Natività di Beata Maria Vergine, die zwischen 1706 und 1712 erbaut wurde, stattete der aus Ruffano stammende Maler Saverio Lillo ihre Wände zwischen 1765 und 1776 mit zahlreichen großen Leinwandgemälden zu biblischen und hagiografischen Episoden aus.
Die Chiesa dell'Immacolata entstand etwa in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Ihr Steinportal von 1603 trägt eingemeißelte marianische Symbole. Die Chiesa dell'Annunziata wurde im 17. Jahrhundert auf den Fundamenten einer gleichnamigen Kapelle des griechischen Ritus errichtet.
Auch die Kirche Madonna del Carmine verbindet Baugeschichte und Ausstattung: Sie wurde 1713 auf den Fundamenten der früheren Kirche San Marco errichtet und besitzt einen aus demselben Jahr stammenden Hochaltar aus Lecce-Stein, der Carrone zugeschrieben wird.
Im Porticato dei Mercatanti fassten die Arkaden die Eingänge von Werkstätten, Manufakturen und Geschäften ein; daher erhielt der Porticato seinen Namen. Die im 17. Jahrhundert hinzugefügte Loggia Brancaccio ist ein nicht überdachter Korridor mit mehreren Räumen und verbindet den Palast direkt mit der Chiesa Matrice von Ruffano. Am Ende des vorspringenden Gebäudeteils liegt der mittelalterliche Torre delle Moline. Dieser Gebäudeteil erstreckt sich mit elf Arkaden und einer Balustrade über die Piazzetta Ruffo bis zum Turm.
Die Chiesa di San Francesco da Paola wurde 1709 errichtet und befindet sich derzeit in Privatbesitz. Im Inneren bewahrt sie eine hölzerne Statue des Heiligen aus dem 18. Jahrhundert sowie einen Majolikaboden aus derselben Zeit.
Naturraum und praktische Orientierung
Der Bosco Occhiazzi umfasst etwa zwei Hektar und ist hauptsächlich von mediterraner Macchia geprägt. Von Manfio auf der Anhöhe der Serra di Casarano reicht der Blick bis zum Meer bei Gallipoli und zu den Marinen von Ugento.
Die Cripta SS. Crocefisso, auch als Cripta di Santa Costantina bezeichnet, ist ein natürlicher unterirdischer Raum im Gebiet zwischen Casarano, Ruffano und Taurisano, den byzantinische Gemeinschaften im 11. Jahrhundert in einen christlichen Kultort umwandelten. In der Grotte befinden sich paläolithische Ritzungen. Der Zugang erfolgt über Treppen und ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität schwierig.
Restaurierte Räumlichkeiten dienen als Besucherzentrum und Bildungsraum des Parks.
Feste, Tanz und Geschmack
Am 25. April findet in Ruffano die traditionelle Fiera di San Marco statt. Beim Fest wird traditionell Scapece gegessen, ein in Essig und Brotbröseln marinierter Fisch, dem Safran seine charakteristische gelbliche Farbe verleiht. Die Speise wurde von Händlern aus Gallipoli eingeführt.
Eine weitere Tradition ist die Pizzica-Scherma, auch als „Tanz der Schwerter“ bezeichnet. Bei dieser traditionellen Tanzform ahmen ausschließlich Männer mit Fingerbewegungen einen Fechtkampf nach, während im Kreis Tamburine spielende Musiker den Rhythmus begleiten. Am Abend des 15. August versammeln sich im Ortsteil Torrepaduli der Gemeinde Ruffano zahlreiche Menschen zum Fest San Rocco. Dort können Zuschauer und Tänzer an der „danza delle spade“ und an der Salento-Pizzica teilnehmen.
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